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man ihnen bereitet, gerne entgegen gehen, und die klugen und standhaften Admi-nistrativbehörden mit Zuversicht die ihnen vorgezeichneten werke ausführen werden,Ein im ganzen umfange des worts liberales Gouvernement wird dabey eine kraft-volle Bewegung, einen unwiderstehlichen Antrieb geben; die täglich kühner undmächtiger wirkende Physik'wird ihre Kräfte dabey aufbieten! Eine einzige Verord-nung', die das vollständige Gesetz darüber enthält, bestimmt im voraus die ökono-mischen Mittel; besiegt alle Hindernisse, jeden widerstand, öffnet die iiülfsquellen,schreibt Formen vor und sieht die Fälle voraus. So wird der Mifsbrauch menschli-chen Einwirkens und die unregelmäfsigkeiten der Natur entfernt. Da , wo sonst dieUnfruchtbarkeit und der Tod wohnten, werden lachende Gefilde und Menschen ent-stehen ; grofse Landesbezirke werden aus Gewässern hervortreten und nichts wird,hierin den Gang einer an das Aufserordentliclie gewöhnten, sich vorzüglich durchöffentliche werke, die Macht des Genies und durch moralische Kraft auszeichnenden,Regierung, aufhalten. u
$. 5. Die Flufsbaukunde zerfällt systematisch, wie ich bereits oben gesagt ha-be in zwey Abschnitte; in die Theorie und Praxis. Allein diesen beyden müssen diewesentlichen Sacherklärungen vorangehen.
HAUPT -BEZEICHNUNGEN UND ERKLAERUNGEN INBEZIEHUNG AUF DEN FLUSSBAU .
4. In der Flufsbaukunde sind bestimmte und deutliche sachbczeichnungen um sonothwendiger als die mehresten Schriftsteller unter sich darüber nicht einig waren, undsich örtlicher und unschicklicher die Sache keinesweges richtig bezeichnender Benen-nungen bedient haben. Wenige unterschieden z. b. den Fall des Bettes der Flüsse vondem Fall der Oberfläche des in dem Bette fliefsenden wassers und betrachteten blos denletztem. Ja es wurde nicht bestimmt, nach welchen punkten des Bettes dessen Fallanzugeben sey. Diese Sacherklärungen müssen daher so beschaffen seyn, dafs sie so-wohl zur Vereinfachung des Vortrages beytragen als auch das Studium der Flufsbau-kunde erleichtern und jedes Mifsverständnifs entfernen. Dieses Zweckes wegen müs-sen die folgenden Erklärungen der wissenschaftlichen Materie vorangehen.
$. 5. Unter den wasserstaat eines Landes, welches wort ich von der holländi-schen Benennung, water&taat, entlehne, weil es die Sache selbst sehr richtig be-zeichnet, verstehe ich die physische und künstliche Beschaffenheit der Flüsse undKanäle; die Beziehung worin sie mit den aus - oder Eutwässerungs - schleussen, wo-xjnn sie zu den Schöpfmaschinen, den Austrocknungen und Entwässerungen, worinsie ferner mit den seeuferbauten und Häfen, so wie mit der Benutzung der fliefsen-den Gewässer zur Treibung der Maschinen, zu künstlichen Inondationen der Festun-gen u. s. w r . stehen. Die Behandlung des wasserstaates mufs daher durch eine voll-ständige Local« Kenntnifs der Flüsse und canäle, der schleusen aller Art, der Hoch-