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wird, wenn eine weite Bahn sich allmühlig oder schnell verengt. Diese Vergrößerungder Geschwindigkeit hat (nähmlich in dem obern Flufsbezirke) statt. Eine weite Bahnoder breite Stromprofile gestatten der fliefsenden Wassermasse einen ungestörten Abflufsaus der engen Bahn in die weite. Diese schlürft gewissermassen den aus der engemsahn tretenden Strom an sich, bringt daher nicht eine Erhebung der Oberfläche odereine geringere, vielmehr eine gröfsere Neigung, oberhalb, hervor, wodurch die Ge-schwindigkeit zunimmt. So hängt demnach dieselbe in einem obern riufsbezirkevon den profilweiten des untern Flussbezirkes ab. Will man also den Stromin den obern ilufsbezirken acceleriren, so erweitere oder vertiefe man die un-tere Balm. Eine siaafsregel, die bey den Durchstichen sehr wichtig ist: denn diesenihre Ausmündung mufs man, diesem Grundsätze gemäfs, stäts weiter und tiefer alsdie Einmündung machen. Diese Lehre wird von dem verhältnifs der Profile gegeneinander bestätigt, wie diefs im $. 3 5. bewiesen ist.
§. *52. Eine enge idufsbahn mufs nothwendig in der oberhalb ihr liegenden wei-tern Bahn die Geschwindigkeit des Stromes verringern, weil der durch dieselbe flies-sende Strom einer contraction, und oberhalb dem Anfänge der stromenge einer Erhe-bung unterworfen ist, die den Abflufs des von oben kommenden Volumens zu stö-ren trachtet. Soll daher in einem obern Flufsbezirke die Geschwindigkeit verringertwerden, so mufs man die Balm des untern Flufsbezirkes verengen. Also mufs aucheine sich abwärts convergierende Flufsrinne die Geschwindigkeit in den obern Profilenvermindern; vorzüglich auch defswegen, weil bey einer solchen sich verengendenFlufsrinne nicht selten längs den ufern bedeutende widerströme und Wirbel, die dentauf des wassers bindern, entstehen. Wir sehen also, dafs auf diese weise eineengere und untere Flufsbahn auf die Geschwindigkeit in der obern Flufsbahn gerade dieentgegengesetzte Wirkung hat, die in der engern Bahn selbst eintritt. Darin wirdnähmlich die Geschwindigheit vermöge der gröfsern riefe und des durch den einge-engten ström vermehrten Druckes der obern Profile auf die untern, zunehmen. $. 30.
§. 53. Die Messungen, welche ich vom nhein in der zeit anstellte, als ich wäh-rend sechs jahren im Herzogthum Berg dem w'asserbau Vorstand, geben über dieSätze der vorhergehenden , und darüber: dafs die partiellen Erhöhungen des Betteseinen wesentlichen Einflufs auf die Neigung und Geschwindigkeit des fliefsenden Was-sers haben, aus der Natur selbst gegriffenem Aufschlüsse. Diese hydrometrischen Mes-sungen, von denen ich mehrere zu verschiedenen Zeiten wiederholte, will ich dem-nach hier mittheilen.
Das auf Tab. 17. dargestellte und hierher gehörige Nivellement ist auf eineii unddenselben wasserstand, wobey ich an dem merkwürdigen, ohnweit unkel Tab. 5. indem Rhein stehenden unkelstein einen festen punct angegeben habe, rcducirt. Dieauf iab. l. 2. 4. bis Q angegebenen liefen gehen alle von der niedrigsten wasserhöLedes Rheins abwärts.