TI
Folgende Messungen bestätigen das vorgetragene.
Die Senkung der Oberfläche desRheins war
Die Geschwindigkeitan der Oberfläche imstromstriche war
Die Neigung auf i
1000 Fufs betrug
Zoll. Limen.
F u f s.
Linien.
Tab. iii, von 0 nach P 2 9i
3,855
6,8
— •— von. G — D 1 8|
3,140
6,0
5,400
2,89
von Y nach X 4 •—
5,Q2Ö
i
3,Q5 |
Diese Beobachtungen sollen indessen keinesweges dazu gebraucht werden, umein allgemeines Gesetz aufzustellen, sondern sie mögen nur die Veranlassung zu meh-reren versuchen seyn. Uebrigens zeigen sie, dafs die Senkung mit der Geschwindig-keit zunimmt, dafs ihre Gröfse also auch von den Stromengen abhängig ist, und dafssie in einer regulairen Bahn unmerklich wird. Hätte im stromstriche keine SenkungStatt, so würde er auch nicht die schwimmenden Körper anziehen, welches doch ineiner engen stelle der Flufsbahn geschieht, und bereits auf eine weite rlufstrecke.
§. 50. Hat die rlufsrinne in einem Flufsbezirke einen partiellen gröfsern Ab-hang, als in einem andern, so wird da auch die partielle Neigung des Stromes be-trächtlicher seyn. Diefs bestätigt das in rab. 17. aufgenommene Längenprofil. Soverhalt sich z. b. die Neigung oberhalb des mittlern Stromarms bey Honnef Tab. 4. und17. zu der Lange, worin sie statt hat, bey 3 Fufs 5 zoll- pegelhöhe,j wie 1 : 754Ö;und weiter hinunter, im mittlern Arme von L bis gegen das Ende der Honnefer Insel,-wie 1 : 989 . Wird nun der Fall der rlufsrinne in Betracht gezogen; so ergibt sichderselbe in der letztem Flufsstrecke zu 3 Schuh, da sie hingegen in der ersten Di-stanz 11 schuh steigt. Wir wollen hierdurch keineswegs eine allgemeine Regel überdas verhaltnifs des Abhanges vom Bette zu der Neigung der Oberfläche abstrahirt wis-sen , da diese sich nicht blofs und allein nach dem Abhange einzelner abgeschnittenerStrecken des Bettes richtet; es hat hier nur bemerkt werden sollen, dafs seine Er-höhungen und Vertiefungen, die es in der rlufsrinne hat, einen wesentlichen Einflufsauf die Verschiedenheit der Neigung und Geschwindigkeit des fliefsenden Wassers ha-ben, und das daher der generelle Abhang eines Flusses bedeutend, die Geschwindigkeitaber dennoch nicht grofs seyn kann, weil, wie wir sehen, die Flufsbarren, das sinddie einzelnen Erhöhungen des Bettes, den Lauf des Stromes stören.
$• 51. Die Geschwindigkeit des Stromes wird, in gewissen rlufsbezirken, abernicht allein von der Gröfse des Abhanges vom rlufsbette, von dem Druck jedes obernProfils auf das zunächste, sondern auch unter andern Ursachen dadurch vermehrt,wenn eine enge Flufsbahn in eine weitere übergeht, so wie sie umgekehrt geschwächt