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Da wird in Erfahrung gebracht werden müssen, welcher Geschwindigkeit ein ziemlichhorizontaler Rasenboden, wie die wiesen und Viehweiden sind, woraus gewöhnlichdas Vorland der Deiche besteht, widerstehen kann, und wie flach die Dossirung einesberaseten Deiches seyn müsse, um dieser oder jener Geschwindigkeit in Beziehungauf das Material zu widerstehen. Eine solche Beobachtung w ürde auch für den ufer-bau nützlich seyn, weil sich alsdann aus der wahrgenommenen Gröfse des Widerstandes,womit das Material der Anshöhlung unter der bekannten schrägen Lage widerstehen kann,beurtheilen läfst, ob die ufer der Geschwindigkeit des höchsten Wassers widerstandleisten können ?
Solche und ähnliche Untersuchungen dürfen aber keinesweges die Entwürfe be-stimmen. wein! sie sollen nur einige Data mehr liefern, die, wenn es nöthig ist, inunsere hydrotechnischen Raisonnements einverwebt werden können, und die unsereLocal - Kenntnisse erweitern. Wir wollen also einige von Buat angestellte versuchekurz anführen:
1) Brauner TÖpferthon wurde wegen der Feinheit seiner Theile leicht aufgelöst, undwiderstand also nur, ungeachtet seiner schwere, einer Geschwindigkeit von 5 zoll.
2) Feiner Sand blieb liegen, als die Geschwindigkeit an der Oberfläche 12 zoll undam Boden 6 Zoll war.
3) Grober und eckiger Sand blieb auf dem Boden bey 8 zoll Geschwindigkeit.
4) Der Kiessand in der seine kam bey 12 zoll Geschwindigkeit zur Ruhe.
5) Die abgerundeten Kieselsteine yon l zoll im Durchmesser blieben bey einerGeschwindigkeit von 2 Schuh liegen.
6) Eckige Feuersteine, von der Grösse eines Eies, lagen bey 30 zoll Geschwindig-keit (1).
7 ) Bey der correction des Einflusses, die ich unweit Fischbach in Baiern ausge-führt habe, und die an einem andern orte beschrieben werden wird, wurdenein rfund schwere Kiesel erst bey 8 schuh Geschwindigkeit des Stromes fort-gewälzt.
8) In unsern Bergströnlen bewegen die Hochgewässer steine von mehrern pfunden, jabis 25 rf. schwer. Sie haben aber noch während der Hochgewässer eine Geschwin-digkeit von 16 schuh in der secunde. Die Berggewässer oder wildbäche imTirol wälzen ( Steine von 100 centner und darüber fort; aber ihr Abhang ist,ungeheuer grofs.
§. 81. Bey dem Austreten der Flüsse setzt sich nun ein xheil des von dem Was-ser fortgeschwemmten Materials auf den Bodenoder auf das mit wasscr bedeckte
(1) Buats rrincipes cfnydrRuliijue §. 70 . et §, 399»