Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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uferland, und dieser Bodensatz bewirkt dessen Erhöhung. Weil die den ufeni zunäch-sten wasserscliichten mehr Material führen, als die entferntem, und der hohe Stromsich nur selten weit Land - einwärts erstreckt, so entstehen in der Nähe der ufer meh-rere und höhere Lagen von Bodensatz oder schlick; daher treffen wir daselbst auchein höheres Land, als entfernter von den ufern des Flusses. Hohe ueberschwemmun-gen stehen auch wohl in einigen Gegenden still, und dann wird ein beträchtlicherBodensatz abgesetzt. So hat z. b. im Juni 1797 der hohe Rhein längs dem Darrnstädti-schen auf dem Terrain, welches auf 8 Fufs Erfelder pegelhöhe liegt, während 14 ra-gen eine 3 zoll dicke schlick - Kruste erzeugt. So fand shaw (m), dafs der vomNil - wasser mitgeführte schlick trocken dieser wassermasse betrug, nach ihmgiebt perry ihn nur zu an, oder rechnet 5 Drachmen und 15 Gran Erdreich auf30 pfund wasser, das entweder ausgedünstet, oder fütrirt ist (n), Aber auch in kei-nem zustande des Nils, es möge nun regnen oder stürmen, dürfte wohl waillets An-gabe richtig seyn, der zur zeit der Anschwellung dieses Flusses den schlämm und deuSand wenigstens für den zehnten Theil seines Volumens hält ( 0 ). Im Reno, wenner voll und am trübsten ist, giebt Manfrcdi das verhältnifs des Schlickes zum wasser,wie 1 : 174 an (p). Was .wind und weiter hierin für einen unterschied machen,können, darüber sind des Herrn Etatsraths Tetens Beobachtungen zu Brunsbüttel überdie Quantität des Schlicks in dem Elbwasser die belehrendsten (q). Das Mittel ausallen Beobachtungen gab das verhältnifs des Schlickes zum wasser wie 1: 331. NachTetens hat ein holländischer stromkundiger einmal , und hey hohem wasser ^ Erde und staub in den holländischen Flüssen angetroffen (r). Bolstra (s) sagt in seinerpreisschrift auf die von der naarlemer Gesellschaft aufgegebene Frage: (in welchemMaafse die ströme der Niederlande seit dem Anfänge des vorigen Jahrhunderts versandetsind ? durch wqlche Mittel die in ihren Betten sich angelegten Versandungen undAnschlickungen fortgeschafft, und wie das fernere Aufhöhen der Betten gehindert wer-den könne?) dafs nach einigen Schriftstellern bey hohem, trübem Strome angenom-men sey, dafs das abkommende wasser sand und schlick, und hey gewöhnlicher

(in) Scliaws Reisen oder Anmerkungen verschiedene Theile der Levante betreffend, s, 335 .

(11) View of tlie Levant, s. 288.

(o) Description de l’Egypie, par m. de Maillet, pag. 103.

(p) Relazione d’Eust. Manfredi sopra l’arzarsi che fa di continuo la superficie del mare. Im 7ten Bandeder. Florentinisclien Raccolta, S. 38.

(<]) Reisen in die Marschländer an der Nord - see zur Beobachtung des Deichbaues in Briefen von JohannNie. Tetens. Erster Band. Leipzig , 1788. gv< 8. S. 45.

(r) Grundriß zur Kenntnifs der riiisse, übersetzt von dem oberdeicligrafen Beckmann, 1775. S. 4a.

(0 Schriften der naarlemer oesellscliaft der Wissenschaften. Erster Theil , I759.