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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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stellen der ersten Auflage anführen, aus denen sich jeder teser die Richtigkeit dieses$. ableiten kann. Diese sind I. b. s. s. 414, 425 und s. 25Ö des 2ten Bandes.

$. 102. In einer solchen Mündung, deren Bett regulär ist, deren Eluthrinneauch in der Ebberinne liegt, worin sich also die Stromrinne nicht weit von desFlusses Mitte entfernt, wird der Fluthstrorn eines senkrechten Querschnitts eine con-vexe, und der Ebbestrom eine concave oberfiäche bilden. Tetens bemerkt in einemseiner Briefe) in der Elbe würden die vor Anker liegenden schiffe bereits von derFluth gedreht, wenn es an den ufern noch merklich ebbt; bey der Ebbe fände aberdas Gegentheil statt (*).“ Gegen Bremerlehe habe ich iinnerbst 17Q8 auf der weser , bey stil-lem wetter, gesehen: dafs die grofsen tiefgehenden schiffe sich bey der Fluth schnellerdrehen, als die kleinern. Indessen hat diefs alles auch Ausnahmen, wie wir im104ten §. sehen werden.

* §. 103. seeströme müssen, von Ebbe - und Fluthströmen in Flüssen, unterschie-

den werden ; jene sind solche, welche durch die allgemeine Bewegung der see, her-vorgebracht werden. Daher sind auch die ufer oder der Strand, welcher an solchenseeströmen liegt, ein seeufer zu nennen. Bestehen aber die Ebbeströme auch auszugeführten rlufswasser, dann können sie nicht seeströme, noch die ufer - seeufer,genannt werden. In dieser Hinsicht ist auch in diesem werke, die Rhede von nel-voet, die alte Maas und die zaane, mit zum rl als baue gezogen werden.

§. 104. In den Mündungen der Flüsse und der Meerbusen kann es an dem ei-nen ufer jluthen, wenn es längs dem entgegengesetzten ebbt. So z. b. fluthet derStrom im Haringvliet Tab. 4Ö. am südlichen ufer, wenn es noch stunden am nördlichenebbt. In der Norder-Elbe beym Krautsande fluthet es bereits | stunden , wenn es in dersiider - Elbe noch ebbt, welches aus der Richtung der Stromrinne von der Elbemün-dung auf Hie Mündungen der Nordsee - und siider - Elbe, erklärt werden kann.

Zwischen diesen Hauptströmen setzen sich, in solchen breiten Mündungen, Mit-telplatten, welche die zufälligen ufer solcher ströme bilden, weiches auch in dempractischen iheil der Flufsbaukunde bestätigt wird.

Diese canäle (wir haben sie schon oft Fluth - und Ebbestrom - Rinnen genannt)laufen mit dem eigentlichen ufer beynahe parallel. Sie verengen sich und näheren sich die-sem ufer, nach Mafsgabe ihre Tiefe zunimmt; wo alsdann zugleich das zufällige ufer,das ist, die Mittelplatte, höher und flach ablaufender wird, und diese bringt danndem eigentlichen ufer die Stromrinne näher. Daher wird das Bett in dieses ufersNähe jähe, und es bildet keine krumme iinie.

Aus diesen besondern Erscheinungen, welche die Erfahrung darlegt, folgt dann1?.: dafs in den Mündungen der Flüsse picht allemal wechselseitige convexität und

(*) Bossnt drückt sieb in seiner hydrodinamique Tom. II, pag, 270 so aus : „Da wo ein Flufs in einfiuthendes Meer strömt, wird das wasser an den Vfern z urück ge Wallet, weil es daselbst eine geringereGeschwindigkeit, als in des Flusses Mitte hat.

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