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Cößcavität <lcr gegen einander überliegenden eigentlichen vfer Statt finde, wenn siesich gleich zuweilen antreffen lasse. 2) Dafs der Abbruch und auch die concavitäteines ufers, - welches beydes von der Annäherung des Stromes, von dessen Tiefeund Geschwindigkeit, oder auch von dem Ebbestrom erzeugt wird , viel nachtheiligerist, als wenn der Fluthström die Ursache davon wäre: denn die Annäherung desStromes kennt keine andere Gränze als die relative "Festigkeit des nettes oder Kunst-mittel. Dagegen bewirkt der rluthstrom Abschälung des ufers, und er ist in dieserHinsicht sehr zu fürchten.
Aehnliche Erscheinungen wie im Haringvliet habe ich 1 79 8 an der Weser und dem Maars-diep bemerkt. Sobald die Fluth in der wesermündig, gegen Blexen, das Watt erreichthat, entsteht an dieser Westseite ein Widerstrom, der immer schneller wird, je nach-dem die Fluth steigt. So ebbt es am westlichen ufer, wenn es am östlichen fluthet.Zuletzt, eine halbe stunde vor hohes wasser, ebbt es bereits wieder vor Blexen undsogar im Fahrwasser, wenn es noch vor Gestendorf fluthet. Diese circulation desEbbe- und Fluthstromes hängt ohne Zweifel ab: nicht nur von der Richtung der Fluth,womit sie aus der Norderweser, als dem jetzigen Fahrwasser, aufkömmt; sondernauch Von der Luhne - platte, welche den Fluthström retardirt, indem sie für dessenEintreten ein Hindernifs ist. Auf diese weise gewinnt dann der Flufsstrom eine solche Heber*Wucht über den Fluthström, dafs er fähig wird, einen Widerstrom hervorzubringen.Diese grofsen widerströme, in den Seemündungen, kann man auch deutlich im Maarsdiepwahrnehmen. Die Nachebben ziehen noch if stunden durch das Nieuwegat (rab. 45 und47) wenn die vorfluth noch in das Landsdiep und schulpengat einströmt, weil diesedie Fluth, von südwesten kommend, einschlürfen, durch jenes aber das wasser mitdem Zuge der Fluth ausfliefst *); das Schulpengat und Landsdiep möchte ich also dieFluth - Stromrinnen und das Nieuwegat die Ebbe - Stromrinne nennen. Diese verschie-denen Stromrichtungen müssen sonach eine Retardation im Maarsdiep —* vorzüglich dawo der Norder - und süderhaxs liegen-—hervorbringen; defsWegen ist auch eher de-ren zu- als Abnahme zu erwarten. Für die südwestliche Küste des Eilandes tcxc! istdiese zwiefache Strömung auch vortheilhaft: da die Nachebben der Mündung desMaarsdieps, die durch das Nieuwegat abfliefsen, den Anfall der durch das Landsdiepeinziehenden Fluth auf diese Insel schwächen; daher ist denn diese circulation derStröme auch selbst für die heldersche Küste vortheilhaft Und noch vortheilhafterwürde sie dafür seyn, wenn sie nicht zugleich einen Widerstrom längs derselben her-vorbrächte, den ich selbst wahrgenommen habe. Ebenso retardiren hier auch die ver-schiedenen plätten den vollen Fluthström, indem sie dessen Volumen schwächen. Sieselbst zeugen aber auch von einem schwachen Fluthstrome.
Beginnt nun die Ebbe aus dem Maarsdiep hinaus zu strömen, so schlürft dochdas Nordergat den Ebbestrom der Nordersee ein, und so laufen dann in dieser slrom-(*) Verhaadelingen door de Holl M. der w. XXIII, o, p. 13.