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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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§. HO- die Einrichtung der jrassermerJipfähle.

Wassermerkpfahle, oder regel, wie sie am Nieder - Rhein genannt werden (hol-ländisch reil), sind die in schuhe und zolle eingetheilte pfähle oder Mauern, umdas steigen und Fallen der Oberfläche eines Flusses, zu jeder zeit, ersehen zu kön-nen 25. Die ältesten pegel sind unstreitig die Nilmesser (mlometer, Mikeas) inEgypten. (*).

Ausser diesem so merkwürdigen Mikeas ist der Amsterdammer pegel, oder was«sermerkpfahl, der älteste, von dem wir Nachrichten gefunden haben. Er steht anden Y schleussen (Buiten - sluysen) zu Amsterdam (rab- 52.), und ist, nach einemgeschriebenen Memoire von 17Q0 (**), vielleicht so alt, als die schleussen selbst, dieim Iahre 1250 erbaut wurden. Dessen Nullpunct steht der ordinären rluth gleich.

Nach diesem pegel sind in Holland die Hohen der Binnen - Gewässer (Boezemwa-ter), der canäle, Deiche, Schleusenböden, der eingedeichten Lande, seefluthen u. s.w. bestimmt.

In Nordholland ( rab. 43 .) steht z. b. der Nullpunct des Sommer - Pegels lQf zoll,•und des Winter - Pegels 7f zoll unter dem Null-puncte des Amsterdammer Pegels,oder unter der ordinären rluth. In den vier Noorder - coggen mufsten aber die Som-mer pegel zu 6 rufs 7 zoll, und in den oster - coggen des Dregter Landes zu 7 Fufs1 zoll Alkmaarschen Mafses unter dem Null - puncte des Amsterdammer pegels gesetztwerden, wo alsdann die mittlern Ländereyen nur einen Fufs über dem Null - punctedes sommer-pegels erhöht waren. Am Texel beym Helder (rab. 47.) wurde vor ungefähr67 Iahren ein Pegel, gleichfalls nach der täglichen Fluth, gesetzt.

Wie alt die Pegel am Rhein und in den holländischen Flüssen sind, habe ichso wenig durch mündliche, als schriftliche Nachrichten in Erfahrung bringen können,Wahrscheinlich aher ist es, dafs sie erst im vorigen Iahrhunderte errichtet sind; we-nigstens scheinen i. I, 1696 , als passavant die Karte von dem Rheine und der waalbey schenkenschanz aufnahm, in dieser Gegend noch keine solche feste Merkpfählegewesen zu seyn, indem er den wasserstand dadurch bestimmt, dafs er auf der Karteangiebt, die Oberfläche des Rheins sey 30 Fufs 2 zoll unter der obersten Kante derLeiste über dem Wappen sr. Hoheit an dem Rheinthore der schenkenschanz gewesen (***).

Die pegel am Rheine und der waal, so wie am Leck sind ursprünglich in Rück-sicht der Schiffahrt angeordnet, damit nämlich die Schiffer, welche nach cöln gehenwollen, schon bey vianen, Arnheim und Nymegen eine ziemlich richtige Kenntnifs

(*) Vlerodot Eut. Sect. 13» .

(**) Rapport over de voorziening van de waterstaat van woorä * Hbtlaud, von den vorzüglich im see-bau erfahrnen Männern t, den Bergen, Klaas de kos; A, d, srnet, und Jan Schwitsen,

(***) Karte van de itivieren ontrent schenkensclians inet de geconcipieerde doorsnyding over ’t spyk i®April 1696 geformeert door o, rassavanfc