Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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von dem wasserstande bey cöln erhalten, und umgehehrt, diejenigen, welche voncöln flußabwärts gehen wollten, von der Hohe der waal und des untern Rheines un-terrichtet werden konnten. Für die Schiffer, welche den Rhein herauf fahren, wardiese nenntniß von dem cÖlner wasserstande, wegen der, bey dem Dorfe Hettdorf(Tab. 7.), zwey stunden unter cöln, schräge durch den Rhein gehenden Kiesbank,oder des sogenannten casseler Berges, dessen tiefste stelle X (Tab. 7.) nur 2 rufs 6zoll unter dem niedrigsten -wasserstande liegt, vorzüglich wichtig. Um bey einemwasserstande von sieben bis neun rufs über den prall-punct des cölner Pegels (*),über diese stelle mit den schiffen zu passiren, müssen die Schiffer in der Richtungder punctirten Linien X a X b (Tab. 7.) fahren. Die erste Richtung geht auf einoebdude a in Rheindorf , die andere auf einen grofsen Baum b und auf das Haupt-gebäude der Burg B.

Bey der wähl des Orts , wo der Merkpfahl gesetzt werden soll, hat man dahinzu sehen, dafs die Beobachtungen der wasserhöhen an ihm, erstens durch die, ver-mittelst eines in der Gegend befindlichen, den freyen Ablauf des Wassers störendenHindernisses, verursachte Aufstauung, über, oder durch eine auf irgend eine Art ent-standene Erniedriguug unter dem natürlichen wasserstande des Flusses, nicht unrich-tig werden. Die pfähle dürfen defswegen nicht wohl an Brücken, und besondersnicht an den dicken steinernen Brückenpfeilern, so wenig an dem vorkopfe, wo eineAufstauung, als unterhalb dem Pfeiler oder Brückenjoche, wo ein wasserpafswechselstatt hat, angebracht werden. Auch mufs der Wellenschlag die Beobachtungen nichtunsicher machen. Da wo in breiten Flüssen derselbe öfters eintritt, wird man denPegel mit einer aus Brettern bestehenden Haube oder RÖhre, worin zum Beobachteneine Öffnung zu lassen ist, durch welche man das an dem Pegel bezeichnete Maafserkennen kann, umgeben, oder an demselben eine frey bewegliche Stange anbringen,die mit ihrem untern Ende auf einer platte steht, welche der Strom, je nachdem ersteigt, aufhebt, und vermöge ihrer schwere auf denselben herabgleitet.

Da hey dem niedrigsten wasserstande des Stromes sein hydraulischer Beharrungs-stand eintritt §. 40.; die wasserstande dabey also nicht abwechseln, so sollte manden Nullpunct aller, längs einem Flusse zu errichtenden Pegel, diesem niedrigsten was-serstande gleich setzen, und sie von da ah, bis zum bekannten höchsten wasserstandein schuhe und zolle eintheilen. Bey flachen ufern wird .man zwey oder drey pegelhintereinander setzen müssen. So kann der untere von 0 bis 4 Fufs, der zweyte von 4 bis12 schuh, und der dritte von 12 bis 25 schuh die w T asserhöhen anzeigen. Bey denstromtbeilungen , die in einem kurzen Flufsbezirke aufeinander folgen, wie z. b. beyder Byfluenz des pannerdenschen canals von der waal, und der yssel von dem Nieder-rhein Tab. 14., wird auch selbst der niedrigste wasserstand abwechseln, je nachdem

(*) Dieser Null, runct geht bis auf die tiefste Stelle des casseler Berges hinab,

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