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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Wassers halten würden. Alsdann mifst man die Entfernungen und Tiefen längs demausgespannten seile. In einem Flusse, dessen Bett aus steinen und Felsen, odersehr festem nies (Grand) besteht, wo also keine Anker halten, mufs die Tiefenmes-sung , wenn sie durchaus in solcher Bahn, in Hinsicht der Schiffahrt, genau bewerk-stelligt werden soll, beym zugefrornen Strome ausgeführt werden. Indessen dürftedieser Fall doch wohl nur äufserst selten eintreten.

Ausser der Tiefenmessung in verschiedenen Queerschnitten ist es durchaus zumEntwürfe hydrotechnischer Anlagen nöthig, dafs die Tiefen nach vielen Richtungen ge-messen werden, und dafs man diese Messungen von zeit zu zeit, und zwar in dennämlichen Linien wiederholt. Diese Richtungen müssen so gewählt werden, als esder zweck esfordert. Wenn man z. b. die xb - oder Zunahme einer Sandbank unduntiefe in Erfahrung bringen will, so werden sie über solche untiefen gezogen. Hier-über wird keine weitere Erklärung nöthig seyn, wenn wir unsere Leser auf die Strom"karten Tab. 1., 2-, 3., 4., l6., 22., 23. u. s w. verweisen.

Wenn das Flufsbett nicht mit allen seinen tiefen und seichten stellen etwa sovor Augen gelegt wird, als Tab. 23., so kann der wasserbaukundige zu der nöthigenKenntnifs des Flusses, der ihm'anvertraut wurde, nicht gelangen. Wird also die Tie-fenmessung, wodurch der Flufs gleichsam anatomirt wird, nicht vorgenommen; sotappt man im Finstern, und kein wasserbaumeister ist vermögend, über die hydro-technischen Anlagen gründlich zu raisonniren. Ohne sie zu bewerkstelligen, kannman den Effect der Bauwerke nicht in Erfahrung bringen.

Die Methode, wonach die Tiefenmessung in allen möglichen Richtungen , in gros-sen Flüssen (bey kleinen ist sie leicht in Ausübung zu bringen, denn dazu giebt esder HÜlfsmittel gar mancherley, die auch einem jeden leicht beyfallen werden) be-werkstelligt wird, beruht darauf, dafs eine genaue detaillirte Karte, worin die Tiefeneingetragen werden sollen, zum Grunde gelegt wird. Darauf müssen auch solcheGegenstände, als, ausgezeichnete Bäume u. d. gl. angedeutet seyn, damit man rechtviele feste puncte erhält, die zum Allignement gebraucht werden können. Sie beruhtferner darauf, dafs der Boden der Flüsse in kurzen Distanzen von einigen Ruthen äusserst selten, und nur da, wo in der sahn beträchtliche Hindernisse liegen, merk-lich steigt. Diese Behauptung haben wir aus den mannigfaltigsten Tiefenmessungenabstrahirt, und man wird sie auch in den beygefügten Stromkarten bewiesen finden.Es ist also bey solchen Tiefenmessungen, wo es nicht auf die Kenntnifs von der was-sermenge des Flusses, oder auf andere Untersuchungen ankömmt, wodurch entschie-den werden soll, wie tief der rtufs in diesem oder jenem puncte sey, hinreichend,den punct, wo die Tiefe beygeschrieben wird, auf ein paar Ruthen beyläufig zu be-stimmen, wenn gleich eine solche Abweichung, jedoch nur selten, nach unserer Me-thode eintreten kann. Diese wollen wir hier nun auf wirkliches Local anwenden,und uns auf. die dritte Kupfertafel beziehen.