Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
143
JPEG-Download
 

143

Hiessungs-Linie) D G, welche die Holländer peilraay nennen, so weit hinaus, dafsdas Ankerseil abgelassen werden kann , um von den 4uikerpuncten K, l, m, in denQueer-Linien mehrere Tiefen zugleich messen zu können. Es wird daher gutseyn, dieLänge des Ankerseiles, und die Queer - Linie, worin die Anker KLMzu liegen kom-men sollen, nach der Karte zu bestimmen, um sie auf dem Felde abzustecken. Bcyder Operation, wovon hier die Rede ist, miifste also das Ankerseil 400 rufs lang seyn.

Um das tjueer-steuern über den Strom (Gieren) zu erleichtern, wird es nöthig,nicht weit vom Anker k auf dem Strome ein Boot unter das Ankerseil zu legen, wel-ches über ein, in dem Nachen stehendes queer -Holz geht, damit dieses seil nicht zustark von dem ströme, ergriffen werden kann, sondern auf eine beträchtliche weitevon der Oberfläche des Wassers gehalten wird. Wenn man die Vorrichtung dazuhat, um mehrere Nachen unter das Ankerseil zu legen, so liefseu sich die riefen,in der Breite, eines Flusses von fünfzig Ruthen , ans einem Anker - puncte messen, wodann das Boot eine Gier - oder sogenannte fliegende Brücke vorstellen würde. AufFlüssen , die eine sehr geringe Geschwindigkeit haben, ist das Queer - Fahren auf dieseweise nicht in Ausübung zu bringen, aber auch nicht nöthig, indem alsdann jederPunkt in der Queer - Linie abgerudert werden kann. Sollen die puncte noch genauerbestimmt werden, so spannt man, queer über denrlufs, einseil, und theilt es durch rotheLappen, die daran befestigt werden, in gewisse Distanzen ein. Die Tiefenmessung in derLinie D G rab. 3. Fig. l., wurde folgendermassen bewerkstelliget. Nachdem die damaligeWasserhöhe am Erfelder pegel nach D transportirt worden, und aus einer vorläufigenMessung bekannt war, dafs eine 35 schuh lange Stange hinreichte, so wurde mitdem Boote, worin die Stange und das Anker lag, in die Linie I H gefahren, und inK der Anker niedergelassen. Jetzt liefs man das Boot bis in das Allignement derQueer - Linie D A treiben, und mafs nicht weit vom ufer, steuerte, mit Hülfe des An-kerseiles und des Steuerruders, in diesem Allignement bis zum puncte I, wo 15 1Q"steht. Auf die nämliche weise wurde fortgefahren in allen puncten der Quer - LinieD G die riefen zu messen, welche hier auf den Null - punet des Erfelder pegels redu-cirt sind. Da in der Figur I. Tab. 3. die visier - Linien punctirt sind, und die Zeichnungalles deutlich vor Augen legt; so glauben wir diese Operation nicht weitläufiger be*schreiben zu dürfen. Träte aber bey einem Strome der Fall ein, dafs die wasser-menge eines solchen Querschnittes bestimmt werden müfste, wo hohe, steile und be-wachsene ufer ein unübersteigliches Hindernifs wegen der visier - Linien darböthen,und wo man vom Lande aus auch durch Instrumente die Stellung des Bootes, ausdem die Messung vorgenommen werden soll, nicht bestimmen könnte , da wird einseil über den Strom entweder mit einmal über die ganze Breite hin, oder auf einenrheil dergestalt gespannt, dafs das seil über mehrere Boote, die vor Anker liegen, ausrgespannt wird; da es ohne diese nicht würde angezogen werden können. Man könntesich dazu auch leerer Tonnen bedienen,, welche das seil auf der Oberfläche des