Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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160
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G fällt unter f, wenn dieser Ausdruck positiv, und oberhalb dasselbe, wenn er ne-gativ ist. Diesemnach mufs also G aus f bestimmt werden. Das Instrument wird nunauf g gerichtet, und alsdann die Libelle so gestellt, dafs die Luftblase darin die* be-stimmte Lage einnimmt.

Zur Berechnung der Abweichung des scheinbaren Horizonts von dem währen»stelle man sich vor: a b (Fig, 6.) sey ein Kreisbogen, dessen Halbmesser a c derHalbmesser der Erde sey; a d sey eine Tangente an a, so ist diefs der scheinbare Hori-zont für das Auge in a, und b d die Abweichung des scheinbaren vom wahren Hori-zonte. Diese zu bestimmen, sey die Länge a b =3 a; der Halbmesser *c - bc sr; so ist (b) die secante

a a 5 a 4

c d sä r «4« — -4---

T 2r T 24 r 8

01 a 6720 r*

und also ist

277 a 880Ö4 r 7

__ a a t 5 a 4 , 6 i a® t 277 a 8

BD_, 2r + 24r 3 + 720 r® 80Ö4 r 7 • • ♦ • •

Wenn man annimmt, dafs a sehr viel kleiner als r ist; so wird es genug seyn,

von diesem Ausdrucke nur das erste Glied beyzubehalten, und die folgenden aus derAcht zu lassen. Lambert, in seinen Beyträgen zu picards Abhandlung vom wasser-wägen s. 230., berechnet, dafs das zweite Glied dieser Reihe, wenn man a = r >

oder ungefähr einen Grad setzt, nur 4 zoll mehr beträgt und also alsdann schon füg-

lich , so wie für jede kleinere Entfernung noch eher aufser Acht gelassen werden kann.

a 2

Und demnach kann man b d =3 — setzen. Die Abweichungen des scheinbaren Ho-rizonts vom wahren, verhalten sich also wie die Quadrate der Entfernungen; bis zuwelchen hinaus nivellirt wird. Wer sich über diesen Gegenstand weiter unterrichtenwill, den verweise ich auf La nouvelle Architecture - hydraulique par prony, übersetztvon Langsdorf und Lamberts Zusätze zu picards Abhandlung vom wasserwägen.

$. 117. Zur Vollziehung der Nivellements bedient man sich an Stäben beweg-licher Tafeln, (visirtafeln) genannt. Eine solche Vorrichtung giebt Mayer in seinerGeometrie 3. ih. $. 379- an. a b (Fig. 8. Tab. 19.) ist ein etwa 8 schuh langer,viereckiger prismatischer stab, von gutem festen Holze, unten bey *b mit einemeisernen Beschläge versehen, und von b nach a herauf, genau in schuhe, zolle undLinien eingelheilt, cd ist ein anderer, etwa eben so langer stab, gleichfalls von cnach d herauf in Fufse, zoll und Linien eingetheilt. Dieser stab c d, mufs sich ver-tical an dem erstem a b herauf und hinab schieben lassen. Es befinden sich daherdaran einige eiserne Bänder g, g, wodurch man den ersten Stab stecken und längsdemselben den 2ten herauf und herab schieben kann. Durch diese Bänder gehenbey g g ein paar schrauben um den stab c d an den Stab ab, in jeder Erhöhung,fest anhalten zu können. Der stab c d ist bey 1 mit einem zureichend langen Brette ver-sehen, worauf eine Linie m n parallel mit c d gezogen ist, über den man ein senk-