159
man 5as ganze verfahren Hoch einmal macht, und das etwa noch rehlende nachhilft.Die Gründe dieses Verfahrens beruhen auf folgender Betrachtung :
Es sey x b (Vig. 4 . Tab. IQ.) die Lage der Axe des Rohres; c d die Lage der Li-belle, oder die Oberfläche der Flüssigkeit in der Rohre, und also horizontal; x b undC d verlängert schneiden sich in e; diefs ist der Winkel um den, bey der ungefährenStellung der Libelle, gefehlt wurde. Bey der umlegung des Rohres, wobey a nachB und b nach a kommt, wird die Lage der Libelle c d und f d = g d, so wie g cafc seyn. c d verlängert, scheidet das Röhr in g, wobey der Winkel d e £ — dGf —dcc“cCF=cdD - hdDist, wenn man c f und d h parallel mit c dzieht. Der Durchschlag der Luftblase hängt ab von der Neigung der Libelle d c f —2 d e f. Führt man demnach den Durchschlag durch die Stellung der Libelle auf dieHälfte zurück; so theilt Irian dadurch auch den Neigungswinkel der Libelle > gegen denHorizont, so dafs sie in die Lage c c oder auch d d kommt, und also parallel mit derxxe des Fernrohres ist.
Dieses verfahren ist bequem, und kann im zimmer verrichtet werden. Genaueraber wird die Berichtigung auf dem Felde folgendermassen angestellt werden können:
Man schlage in einer bestimmten Entfernung x b ( Fig. 5.) zwey pfähle ein, dieoben eine kleine ebene Fläche haben. Der scheinbare Horizont weiche, in der Ent-fernung a b, von dem wahren Horizont um eine Gröfse — a ab. Das Instrumentstelle man in x; die Erhebung x g der Axe des Fernrohres über a sey = b; dasRohr sey so gestellt, dafs die Blase die bestimmte Lage habe; b d die Erhebung desrunctes d, dessen strahl in dem schnitte der Querfäden fällt, sey = C, Setzt mannun die wahre Erhebung des runctes b über a = f; so ist, wenn c d scheinbar ho*rizontal ist, f = b — c 4- a. Hierauf stelle man das Instrument in b , und die Er-hebung b e der Axe des Rohres sey =5 d; und die Entfernung des correspondirendenrunctes in F von x sey ~ e; so ist aus demselben Grunde f = e — d — a. Beydemahl kann darin gefehlt seyn, dafs die als horizontal angenommene Lage des Rohreses nicht war; was aber £ hierdurch das eine mahl zu grofs angegeben wurde, geradeum so viel mufste es das andere mahl zu klein werden, folglich ist, eigentlich
f — b —■ c 4- a *+■ e — d — a = b 4* e — c — d.
2 ~~ 2 ’
Die Erhebung eines punctes über a; der mit e in einer Horizontal-Ebene liegt, istdemnach
“d + f^b + d+ e — c.
2
Liegt nun g in dem scheinbaren Horizont von e , so ist
x G == a 4* b 4- d -f- e — c.
— _ ■ ■
und s a a 4 b 4* d —- e c.