Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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sehen. —Wenn man auf dein eisernen viereckigen Stift kk k Fig. 2 . , (die diese Vorrichtungvon der Seite darstellt) an dem ein, in den Kapseln b c d Fig 1. liegendes Getriebe y f ig. 5.verbunden ist, den Schlüssel i Fig. 2. steckt, so kann das Getriebe gedreht werden* wel-ches, indem es in die zähne a der Stange eingreift, den obern stab hinauf oder hinab be-wegt. Auf diese weise kann man die Stäbe 2. 3. und 4. Fig. 1. hinauf schieben, so dafssie eine nöhe von 17 schuh , bis zur Linie e e der visirtafel, machen. Hieraus entstehteine grofse Bequemlichkeit, indem nämlich die gewöhnlichen visirstangen diese Hohe entwe-der nicht haben, oder dabey immer niedergebogen werden müssen, um die Tafel hochund niedrig zu stellen, sobald diese höher, als ein Mann reichen kann, gestellt werdenmufs. Fällt aber die Horizontallinie, oder die Axe des Niveaus unter dem 2ten stabe:so ist auf dem lten eine Tafel g angebracht, die daran mit einer schraube 1 Fig. 4., die dies?Tafel rückwärts zeigt, angeschraubt wird, von welcher Tafel der observirende Ingenieurdie obere oder untere Kante annimmt. Die Tafel ist aber an das , den stab umgeben-de eiserne Band p befestigt. Damit dieselbe so hoch gestellt werden könne, um dasMaafs des zweyten Stabes zu erreichen, so ist darin eine oeflhung m eingeschnitten,wodurch die Schlüssel i und stifte k (Fig. 2 .) gehen. In diesem Falle werden die drey obernStäbe dergestalt in einander geschoben, wie es Fig. 3. zeigt. Die 4te Figur zeigtdie visirtafel rückwärts. Daran ist ein eisernes Band q q, welches unter die winkel-bänder r s liegt, befestigt, durch dessen mitte geht die schraube f, mit welcher daseiserne Band q q an den obern stab 4. angedruckt wird. Noch mufs bemerkt wer-den, dafs der untere stab 1. Fig. 1. unten mit einer messingenen platte z umgeben ist,damit das Ganze genau auf den Boden, oder in eine, mit einer eisernen spitze, diein das Erdreich geschlagen wird, versehene Hülse w gestellt werden kann. Zwey sol-che stabe haben mir 95 fl. gekostet.

$. 118- Hat man nun die nöhe der Mittellinie von der visirtafel über dem Ba-den genau bemerkt, und auch die Hohe der Axe des Rohrs gemessen; so erhält man,nachdem man diese Höhen von einander suhtrahirt und den scheinbaren Horizont so-wohl in Rücksicht der Krümmung der Erde, als auch, wenn die gemessene Distanza b (Fig. 6. Tab. 1Q-) so beträchtlich ist, in Rücksicht der Refraction, auf dem wah-ren Horizont reducirt hat, das Gefall des einen runctes zum andern.

Ist die Strecke, längs welcher nivellirt werden soll, für eine Station zu grofs ;so theile man sie in mehrere und wiederhole auf diese Art dasselbe verfahren so oft:,bis man damit zu Ende ist.

$. 119. In der Ausübung mufs sich der Ingenieur solcher Methode bedienen, dieohne weiiläuftige Berechungen ein sicheres Resultat giebt. Diese besteht nun in demNivelliren aus der. Mitte nach zwey visirtafeln. Da sich dabey, wenn diese Tafelnbeynahe auf gleichen Entfernungen von dem zwischen denselben gestellten Instrumentestehen, selbst die Fehler des Instrumentes auflieben, so gibt sie sogar bey einem man-