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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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portionel sey. Diesem gernäfs hätte man die sealc oder Geschwindigkeiten in jederpcrpendiculäre eines Breitenprofils von der Oberfläche nach dem Boden durch eingleichschenklichtes Dreyeck ausdrücken können. Dieser Schriftsteller behauptete daher"auch, dafs in zwey Queerprofilen sich die Geschwindigkeiten, wie die Tiefen verhal-ten; wiewohl sie sich eigentlich beym Beharrungsstande des Stromes, wie die Profileverhalten. Seite 31. Barrattieri, Montanari, Cassini und einige Andere folgten derobigen Hypothese. Guglielmini hingegen stellte den Satz auf: dafs die Geschwindig-keiten in den puncten einer perpendiculäre eines Stromprofils sich zu einander, wiedie Quadratwurzeln der Hohen des wassers über diesen puncten, verhalten, dafs alsodie Geschwindigkeiten durch eine Parabel ausgedruckt werden können. Zur nöhenimmt er den Fall des Flusses von seinem Ursprünge an, so, dafs wenn man von die-ser Theorie eine Berechnung anstellen wollte, die Geschwindigkeit der Flüsse die desSturmwindes übertreffen würde. Nun haben alle Flüsse eine geringere Geschwindig-keit, je näher sie ihrer Mündung kommen; mithin ist diese-Theorie keiner Anwendungfähig. Guglielmini fühlte auch gleich das ungewisse dieser Vorstellung und nimmtdaher eine nach den Hindernissen die das Wasser in seinem taufe erfährt, übrigge-bliebene — oder verzögerte — Geschwindigkeit (veloeitä retardata o residua) an. Nachihm sey c (Tab. 18. Eig. 2.) der Anfang oder Ursprung des Flusses c a; C d aber ho-rizontal ; der Neigungswinkel des Flufsbettes ach heilse a; da sey auf c a senk-recht. Die Geschwindigkeit a f würde daher, wenn g der in der ersten seeundedurchfallene Raum, eines freygefallenen Körpers ist, gleich 2 l/' (g. a d cos. a seyn.Für canäle (ca Fig. 3.) mit einem horizontalen Bett nimmt dieser Schriftsteller denUrsprung in d an und es verhalten sich daher nach ihm die Geschwindigkeiten

a f : b E —• V /" 1 ad: V' B d.

§. 125. Die Bestimmungsgründe für die erstem Theorien waren: entweder dieHohe des Gefälles von seinem Ursprünge an, oder auch die Neigung seiner Oberfläche.Man könnte noch etwa den Abgang des Bodens mit hinzusetzen.

Man nehme, bey dem ersten Bestimmungs- Grunde zwey Flüsse mit einem gleichhohen Gefälle von ihrem Ursprünge und bey dem einem nur eine Krümme mehr, alsbey dem andern an; so mufs schon die Geschwindigkeit in beyden Flüssen verschie-den seyn. Wie aber will inan alle, die minder und mehr grofsen Krümmen, dieminder und mehr grofsen Unebenheiten des Bodens, die minder und mehr abwech-selnde Verschiedenheiten in den Queerprofilen, und die verschiedene stärke der Ad-häsion des wassers mit dem Materiale des nettes und noch viele andere umstände oderverzögernde Ursachen beym Laufe des Stromes, auch nur Näherungsweise in Rechnungbringen? Eben so schwer oder unmöglich wird es seyn, alle diese Verschiedenhei-ten bey den beyden andern Bestimmungsgründen, von dem Abhange des Bodens undder Oberfläche hergenommen, gehörig in Anschlag zu bringen! Im Allgemeinen läfst.sich wohl behaupten, dafs, unter sonst gleichen umständen, die Geschwindigkeit grö-