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5) Das Instrument, welches ximenes auf den Arno sich bedient hat, und welcheser Wasser - Fahne (ventola Idraulica) nennt, ist Fig. 9. Tab. 18. abgebildet. Eine höl-zerne zurüstung von vier pfeilern, jeder ungefähr 31 rheinländische Fufs lang, dieoben durch eine viereckige Tafel, und unten mit einem Kasten wohl verbunden sind,deren jede Seite 9^ Fufs ist, macht den Körper dieses Instruments aus, welches ver-mittels der Steine, die in den Kasten gethan werden, gesenkt und auf den Boden alsunbeweglich gestellt wird. An der einen Ecke sind, sowohl oben als unten, zweyeiserne Arme befestigt, wovon in der Figur der unterste mit p y bezeichnet ist, wo*rin sich die Spindel p r drehet. An diese Spindel ist mit beweglichen eisernen Rin-gen, eine etwas längliche, vierkantige platte, oder die sogenannte Wasserfahne a b debefestigt, deren ränge a b = 46, 4 zoll, und deren nöhe b d = 23, 1 zoll ist. Ver-mittels einer in Fufse eingetheilten Kette wird sie auf jeder gegebenen riefe ins Was-ser gestellt. Der Abstand der platte von der Spindel, oder der eiserne Arm a c , w arungefähr 9, 8 zoll. An dem obern Ende der Spindel ist eine scheibe r befestigt, umwelche das seil geht, von da ferner um eine andere scheibe v läuft, und am Endemit einem Gewichte q beschwert ist. r. Mi, ist ein unbeweglicher, in Grade einge-theilter Halbzirkel, um dadurch, und vermittelst des Zeigers m, der in dem umkreiseder scheibe r befestigt ist, die Umdrehung der Spindel, oder den stand der wasser*fahne zu entdecken.
Die Richtigkeit dieses Instruments beruhet, wie man leicht sieht, auf die Rich-tigkeit der Theorie vom stofse. Da diese, wenigstens vom schiefen stofse, noch nichtso zuverläfsig ausgemacht ist, so würde es nöthig seyn, an dem Gewichte so langezuzulegen, bis die Fahne a b d f sich dem Strome unter einen rechten winke! ent-gegenstellte. Ximenes that diefs nicht, sondern liefs das Gewicht unverändert, undbeobachtete die verscliiedenen Winkel, in welchen die rahne gegen den Strom erhal-ten wurde, und zwar nicht, wie die Theorie lehrt, nach dem Quadrate, sondern blofsnach dem einfachen sin. d des stofswinkeis, welches er aus seinen vielen versuchenüber den schiefen stofs flüssiger Körper, als der Wahrheit näher kommend, gefun-den zu haben glaubte.
6) Der von castelli und Guglielmini vorgeschlagene Regulator, den man ausmauern oder Holzwänden mitten in den Strom verfertiget, wodurch derselbe regel-mässig fliefsen soll; so wie 7) die Vorrichtung mit der Kugel (Fig. 11. Tab. 18.), wel-che Lorgna gebraucht und endlich 8 ) der Quadrant , Fig. 6., sind in der Ausübung hei- ^ner richtigen Anwendung fähig, und ich verweise defswegen auf die lte Aufl. diesesWerkes b. I. s. 139. u. s. w. so w’ie auf die Bruningsche oben citirte Abhandlung.
9) Fossombroni sah die Mängel des Quadranten, die hauptsächlich Bonati im3ten Theile der Denkschriften der italienischen Gesellschaft bemerkt hatte, ein , undgab deswegen ein eigenes Instrument an. Die Leser mögen beurtheilen , ob dieseswenigere Gebrechen hat. Man betrachte rig. 24. Tab. 19., so stellt g f. den Fufs