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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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nuszufüllen hat. Diese Thalsperren müssen, um den Abhang der Wildbäche zu brechen,selbst so hoch als möglich, und in den Schluchten angelegt werden.

Auf diese weise werden sie einzelne, die Steinmassen zurück haltende, ueber-fälle bilden, und' den wildbächen einen geringem Abhang, folglich auch weniger ver-mögen geben, um die Steine fortzuwälzen. Jede Brücke kann durch ihren Grundbauzu einer solchen Verdammung der Thalsperre dienen.

Ferner ist der wildbäche Bett so tief, als möglich zu machen, damit die mitSand, niesel und steinen geschwängerte wassermasse nicht das uferland überschütte.Also mufs man sie in den weiten Thälern mit Stein - und Faschinen - Dämmen, oderHolzwänden einfassen, und diesen Gerinnen daselbst eine sohle von Bohlen oder Balken ge-,bcn, wo das wasser die steine nicht fortwälzt, die sie für das Thal selbst zu einer nach-theiligen Hohe anschwellten; welche Bäche dann das Material seitwärts dem Bette desWildbaches über die Fluren schütten, und sich einen neuen Lauf ausreissen.

In so fern der wildbäche Geschwindigkeit gesehwächt werden mufs, damit sie so we-nig, als möglich Material in die Bergflüsse führen, so darf man sie nicht gerade leiten (sondern da, wo es der uferlande wegen geschehen kann, in Krümmungen führen, de-ren concaves ufer aber mit steindossirungen zu beschützen ist.

Damit die wildbäche endlich nicht das Bett der Bergflüsse, da, wo sie in das-selbe treten, mit Material verschütten, so vereinige man dieselben mit diesen Flüssenunter einem spitzen Winkel.

In diesem §. habe ich allerdings die hydrotechnischen Gränzen dieses Kapi-tels überschreiten müssen, weil ich weiter die Materie von den w'ildbächen nicht ver-folgen werde, da die sauten daran keinen andern Maximen unterworfen sind, undvon jedem zimmermann und Maurer, mit Ausnahme der Faschinenbaue, ausgeführtwerden können, wenn die Ingenieure nur nicht kleine steine, sondern so grofse Felsstückewählen, wie die wildbäche niemals fortwälzen, oder ( steine, die in Verbindung mit klei-nen steinen und frisch gelöschten Kalk oder in Fachwerken von kreuzweise verbunde-nen Balken {nach der Art der Blockhäuser) gelegt, einen Körper bilden, und wennsie den, aus aufeinander gelegten steinen, gemachten Dämmen eine hinreichende Bö-schung geben, aber ihren rufs mit Faschinenbau sichern, damit er nicht untcrspült-Werden möge.

§. 15Q* Wie zweckmäfsig indessen alle nach Grundsätzen und einer genauendurch hydrometrische Messungen erlangten Kenntnifs des Locals entworfenen Flufs-bauten in Ausübung gebracht werden mögen; so wird man sich doch aus allen denenim ersten Kapitel entwickelten Eigenschaften der Flüsse, welche von so wesentlicherEinwirkung auf die Bewegung des Stromes, dessen Angriff und den Veränderungen,die mit dem Bette Vorgehen, überzeugen, dafs man die Flüsse nie als reguläre Was-serleitungen , oder wohl gar als Röhrenleitungen wird behandeln können. Dafs also•ine Stabilität (regime) des Bettes, wornach gar kein Abbruch noch An wachs im

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