Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Fufs Geschwindigkeit. Vor der Spitze ward aber der Strom reissend, denn dessen Ge-schwindigkeit betrug (ungeachtet der Kopf des Werkes 36 Fufs lang unter wasserversenkt War und der Strom über diesen versenkten Theil flofs) 6,54 Fufs in dersecunde.Schwimmhölzer, die bey c in den Strom geworfen wurden, legten nach der Richtungcdy (d. i. etwas oberhalb der spitze y, 24 schuh von xiy entfernt) drey schuh inder sepunde zurück, dann schwammen sie, gegen die spitze der Kribbe vorbey, nachder Richtung eg mit 3,93 Fufs Geschwindigkeit, ohne in den widerstrom, worin sichzwischen y h f e 1 das wasser in grossen elliptischen sogen drehte, zu kommen. Sowurden z. b. Schwimmhölzer, die man bey x in den Strom liefs, und die, wie ge-sagt, nach der Linie xiy schwammen, nachdem sie von y nach h und f getriebenwaren, bey f von dem Widerstrome ergriffen, und so rückwärts nach k und 1 getrie-ben, von wo sie wieder in den Strom hineingezogen wurden, und nun weiter in den-selben hineinschwammen, als die Körper, welche bey y in den Strom gelassen wa-ren. Da das wasser vor der Kribbe 8 zoll höher als hinter derselben stand und derWiderstrom von f nach k und 1 sich bewegte, so ist es klar, dafs das wasser gleichunterhalb der Kribbe niedriger als bey f stehen mufste. Weil nun ein rapider unddurch ein Bauwerk eingeengter Strom die wassertheile vor dem Einbaue vorbey aufeine weitere Distanz, als ein langsamer Strom, forttreiben kann, so wird er auch denwiderstrom in weiten elliptischen Bogen, wie es hier der Fall ist, kreisen. KurzeEinbaue , die den Strom nicht weit hinaus commandiren, bilden aber kleine zirkel-runde widerströme, die, wenn die Stromrinne dem Bauwerke sehr nahe ist, denStrudeln gleichen; eine Erscheinung, die man längs den hervorstehenden Bauten beyDüsseldorf Tab. 1. gegen die Neustadt, antrifft..

Dieses werk an der Mumme Tab. 15. ward 1TQ3 auf 5 Fufs Emmricher Pegel,28 Ruthen in dem Strom, perpendiculair auf den stromstrich, erbauet. Vor der An-lage dieser Kribbe fanden die Tiefen so statt, wie sie durch die zahlen bezeichnetsind, bey denen das Zeichen *+* steht. Im Juni 17Q4 waren die Tiefen, wie siedurch die zahlen ohne dieses Zeichen angedeutet sind, alles bey 2 Fufs 9 zoll Emm-richer pegelhöhe. Sie hat, indem sie vor ihrem Kopfe Vertiefung des Bettes erzeugte,den stromstrich op angezogen, welcher Fall bey allen perpendiculairen werken, diein einem schnellen grofsen Strom hineinliegen, eintreten wird. Von 1793 bis 1794war der Kopf sehr beschädigt worden. Den Strom commandirtö dies werk am 23.Juni bey der geringen wasserhöhe von 2 Fufs 9 zoll, sehr stark, und auf eineränge von 1514 schuh . Aus diesem starken Ablenkungsvermögen der perpendicu-lairen Kribben hat man mit Recht so günstig von ihrem Effect geurtheilt. Ist es abernicht auch Gewinnung des Vorlandes und Entfernung des Stromstriches, was man inreissenden Flüssen mit uferbauwerken bezieh? Können solche isolirte Bauwerke ingrofsen strömen wohl auf eine Reihe von Jahren ausdauern und Verlandung erzeu-gen? Bey den bey vinen unweit Rees im Rhein liegenden werken lab. 12. habe ich