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am 26. Juni 1794, bey 3' 4" pegelhohe, die widerströme so gefunden, wie sie aufTab. 1E>. no. 4. gezeichnet sind. Diese Beobachtung beweist: dafs die hydraulischeWirkung (das Ablenkungsvermögen) der perpendiculairen werke, weit stärker, alsdie der declinanten ist. Denn no. 4. und wo. 8- liegen eben so weit in den Stromals no. v. und vx. Bey den neclinanten ist es das niedrige wasser in dem Baumezwischen ihnen und dem ufer, das den widerstrom so stark anzieht, und also dasAblenkungsvermögen schwächt. Dieses concave ufer hat man durch die angedeutetenwerke decken wollen. Das lange werk no. vii. war bereits 1794 ziemlich beschä-digt, Es liegt auf 4 bis 5 Fufs regelhöhe, und das überströmende wasser läfst hin-ter ihm keine Verlandung zu.
Das perpendiculaire werk no. viii. ist 20. Ruthen lang, nach der Methode desKribbenbaues , wie sie an der weser im Gebrauche ist, wobey nämlich die obernLagen mit Erde beschwert sind, im Herbste 17Q3 aufgeführt. Es war bereits im Juni1794 ungewöhnlich gesunken, und 17Q7 hatte es sehr an seiner Lange verloren. Diedeclinante Kribbe, der untiefe c gegenüber, ist mit einer Fangkribbe versehen, dieeine Verlandung erzeugte. Unter den perpendiculairen Kribben ist no. 9. die längste,nämlich 18 Ruthen lang, mit 15 Fufs Krone, und liegtauf 8 Fufs pegelhöhe. Siesetzt bey 4 Fufs Pegel den Strom 36 Ruthen ab, und hatte 1794, ein Jahr nach derAnlage, eine 50 Ruthen lange Sandbank auf 1 Fufs pegelhöhe bewirkt, die nämlich ei-nige Ruthen entfernt von ihrer spitze lag, und die parallel mit dem Strome fortlief.Zwischen ihr und dem Kopfe der Kribbe war eine tiefe Rinne ausgelaufen, welche dieVerlandung behindern kann, und die den Kopf des Werkes untergraben dürfte. Solltediese wirkungsart perpendiculairer Kribben nicht beweisen, dafs inan sie mit Flü-geln, die parallel mit dem stromstriche laufen, versehen müsse? (*) Vor den Grie-ther-Buscher ufer sind drey perpendiculaire Kribben, die den Strom weit hinaus com-mandiren 1796, in grofser Tiefe aufgeführt. Die Beobachtungen über ihren liydrau-lischen Effect, über ihre Wirkung auf das Strombett und über ihre Dauer würdensehr lehrreich seyn. Uebrigens ist diesem ufer die Bank f und der Grindort h gsehr gefährlich, und es hat von 1794 bis 1795 zwischen a und b ein beträchtlichesverloren. Pie oberste von diesen 3 perpendiculairen Kribben vor Griether - Busch wird6 Ruthen lang seyn, an der Wurzel auf 5 § Fufs, und am Kopfe aber auf 3f Fufs pegel-höheliegen; die zweyte und dritte sind 5 Ruthen lang. Sie bilden eine Menge Wir-bel und kurze widerströme. Das ufer liegt etwa auf 18 Fufs pegelhöhe.
$. 1Ö8. Alle diese Beobachtungen zeigen evident, dafs man die widerströmebey den in die Flufsbahn hineingehenden werken vermeiden müsse. Da nun eineperpendiculaire Kribbe eine.gröfsere wassermasse als eine declinante aufstauet, wennsie mit dieser gleich weit in den Flufs hinein tritt, indem der Strom nicht längs der-
(*) Mehrere der perpendiculairen Kribben in der waal haben auchnung unterhalb derselben verursacht.
eine gleiche untiefe in einiger Entfer-
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