Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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sie das Faschinen-werk bereits 5§ schuh unter den Wasserspiegel hinunter gedrückt.Am dritten Tage nachher konnte, wegen des rapiden Stromes, die Tiefe nicht mehr sondirfcwerden: die schwerste peilstange brachte man nicht hinab, und ein unket - stein, der2 centner wiegen mochte (der an einem seile befestigt wurde), wich auch der Ge-walt des Stromes aus, und fiel nicht auf den Boden. So viel konnte indessen ausder Richtung des Stromes geschlossen werden, indem er nicht mehr so heftig von.der oeffnung angezogen wurde, dafs die senk-Faschinen den Anschlufs beschützten,und keine unterwaschung desselben zuliefsen. Es wurde also auch die nacht vom3. auf den 4. September fortgefahren, bey reebhränzen, zu arbeiten, welches bereits8 nächte geschehen war. Unglücklicher weise stieg indessen der Rhein , um am 5.September mufste das werk dem ströme überlassen werden. Dicfs konnte nun ziem-lich unbesorgt geschehen, da der Anschlufs befestigt worden war, und der Erfolg mittelstden ungeheuren senk - Faschinen, die nur Einen Körper bildeten, und wenigstens eine Lastvon 800 centner betrugen, den Absichten entsprechen mufste. Die Arbeit wurde in-dessen doch, sobald es thunlich war, wieder angefangen, und am 10. cctober kam sicglücklich zum Schlüsse.

Ich kann-hier nicht unbemerkt lassen, dafs der Strom endlich, als die oeffnungklein ward, seine Gewalt verlohr, und so wurde die Zuschliessung bey einem schwa-chen Strome, der kaum eine Geschwindigkeit von 2 Fufs in der secunde hatte, voll-zogen.

$. 1Q2. Wiewohl ich in der Folge noch Gelegenheit haben werde, in der ge-schichtlichen Darstellung der Flufsbauten einige Bemerkungen über die zudämmung derrlufsarme zu machen, so glaube ich doch, dafs es hier der ort sey: über die zudäm-mung eines unter culenburg am spoel, Tab.., von den Eisgängen des Lechs in Hol-land , im winter 1795 , verursachten Dammbruches, der sich in einen ström formirte,die Beschreibung aus dem Rapport, den die Ingenieurs Goudriaan und conrad abstat-teten, entlehnen zu müssen. Die Ausführung dieses 33402 fl. erforderten Baues, warso wichtig, dafs man noch zwey wasserbaukundige, Engelmann und verhay, dabey an-stellte. Zuerst wurden Anfangs März 17Q4 die Deichenden mit einem r.lcswerk h. i.,und mit Berauhwehrungen, gegen das fernere Abspühlen gesichert, dann wurde amLande ein mit Tauen und pfählen aufs sorgfältigste befestigtes, mit ziegelgraus, Erde undSand beschwertes sinkstück a gemacht und versenkt. Nachdem dieses den lockern Sand-grund gegen femers verlaufen sichernde sinkstüsk auf dem Boden lag, wurde derFaschinenbau b. bis zum sinkstücke a. Fig. 2. und 3., und in derselben Richtung,worin der Deich gelegen hatte, fortgesetzt, über dieses sinkstück wurden aber amEndo des Deiches noch zwey kleinere sinkstückc geworfen, und der Bau so fortge-setzt, wie cs Fig. 4 . zeigt. Das durch die oeffnung c fallende wasser strömte überdas sinkstück, und indem man fortfuhr, darüber, nach Art des uribbenbaues, zubauen, wurde am 23. April die oeffnung geschlossen, nachher aber der Faschinen-