Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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tik sehr wichtig, denn das in o niedergesetzte Material deckte die innere nossirungder zukribbung, gegen den Angriff des heftigen Widerstromes.

Die Schwierigkeiten, den Bau zum Schlüsse zu bringen, stiegen nun mit jedemTage, je nachdem die oeffnung enger ward. Man sah sich also genöthigt, die gera-de Richtung mit der Kribbe zu verlassen, und dem Strome nach einer schrägen n k(rig. 6.) entgegen zu arbeiten. Dadurch glaubten in meiner Abwesenheit die Werk-meister , dafs hiedurch das uiiterspiihlen des entgegengesetzten Kopfes m b , den siemit unkel- steinen, von denen einige 800 pfund wiegen mochten, beschwert hatten,zu verhindern. Diefs alles war jedoch nur ein schwaches Hiilfsmittel, um einen Stromabzulenken und ihn in seiner wuth zu schwächen, der vor-dem werke zwey schuh ,höher stand, als im zuzuschliefsenden Arme, und dessen Schnelligkeit, wie gesagt,eilf Schuh betrug. Die steine, womit der nopf m b beschwert war, stürzten da indie riefe hinein, der Kopf sank so in wenig Tagen 20 Eufs unter Wasser, und es warsehr wahrscheinlich, dafs der Strom seine Kraft immer weiter gegen das Gravenwehrfefortgesetzt haben würde, nach Maafsgabe die Endavirung avancirte. Diefs uebel warddurch die steinerne Krippe z, welche den Abflufs des Wassers in den mittlern Armhinein behinderte, und die einen Aufstau bildete, und so es dem Wasser erleichterte,aus dem ströme in die oeffnung hinein zu stürzen, noch sehr vergröfsert.

Unter diesen umständen traf ich Ende August 1790 den Bau an, als ich hinaufgereiset war, um die Anordnungen bey dem zuschlusse zu treffen, da ich von demGange des Baues täglich durch schriftliche Rapports unterrichtet wurde. Ich liefsdaher grofse Faschinen von 18 Füfs lang und 3 schuh im Durchmesser mit Basalt-stei-nen füllen (jede mochte 40 Centner wiegen) und 3 mit weidenbänden zusammenknebeln. Sie wurden auf tannenen Baumen verfertigt, die man an dem hintern En-de in die nöhe hob. So wurden sie versenkt. Indem ihre Versenkung geschah er-griff s ie aber der gewaltige Strom, und schleuderte sie in die oeffnung hinaus nachd. Dieser Vorfall war in der rhat sehr bedenklich und erforderte alle Vorsicht, dennaufgeben durfte ich die Arbeit nicht, da der Strom bereits zu wachsen anfieng, undauch die Nachrichten von der Mosel und dem ober - Rheine einen hohem ström ver-kündeten. Die Vorschläge der Werkmeister, die sich auf Versenkung mit steinen ge.fiillter Nachen bezogen, konnte ich so weniger annehmen, als schon aus der Erfah-rung bekannt War, dafs diese Methode grofse oeffnungen in das werk verursacht, unddafs verschiedene schiffe versenkt werden können, bevor eines auf die stelle kommt,wo man es haben will. Ich schritt also zu folgender Methode : Erstens wurde derAnschluls so schnell als möglich mit Faschinen, dem Wasser gleich, aufgearbeitet,während der zeit wurden 22 solcher senk-Faschinen mit unkel-steinen gefüllt, derenLänge 18 schuh betrug, diese wurden mm queer über den AnscLlufs m b gelegt, undauf denselben mit wippen und pfählen befestigt. Am 3. September war diese Arbeitvollendet; die senk - Faschinen lagen drey schuh über dem wasser; am Abend hatten

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