Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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1; f. g. d. Die Krone f. g. war 5 Fufs breit. Am folgenden Tage lag er nur noch inc. 1, h. i. d. sechs und dreyfsig zoll hoher, als der Rhein . Jetzt, am 23., ward dasStück i. k. 1. in sieben stellen dergestalt abgegraben, dafs nur noch eine kleineScheidewand, oben von einem Fufs stark, in diesen stellen stehen blieb. Nachherwurden die oeffimngen so gemacht, dafs das Rheinwasser allm'ahlig längs der schrä-gen uossirung d i aufklomm. Der Strom drang nun in die oefifnungen, Weifsschäu-mend stürzte er über das Erdwehr 6f rufs tief in den Durchstich. Er löfste die Ban-de auf, welche ihm angelegt waren, und kaum sind fünf stunden verflossen, als derAbschlufsdamm gröfstenthcils von ihm verschlungen war. Bereits um 12 uhr des nämli-chen Tages fuhr ein kleines Torfschiff, unter dem frohen zujauchzen der Zuschauer,in die neue Yssel hinein. Des Stromes wuth breitete sich kaum bis zur Schiffbrückehinunter aus, denn sie erhob sieb unbeschädigt mit dem Anschwellen des Flufses. Solobenswerth auch die von dem Landmesser Beyerink getroffenen Anstalten waren, umden Abschufsdumm fortzuschafifen; so blieb doch am rechtseitigen vfer, welches ganz^ufser der Richtung des einfallenden Stromes lag, ein stück von vier Ruthen stehen.Dasselbe wurde, so weit es sich thun liefs, abgestochen; indessen bat es wohl dazubeygetragen , dafs noch bis 1788 eine nlay - und Sandbank an dem rechten ufer safs,Wie eine gezeichnete Karte von diesem Jahre zeigt.

Um einige Beobachtungen über das Fallen des Stromes im Durchstich genau anzu-stellen, wurden oberhalb der Kribbe k am Ende des Durchstiches, Tab. 15., und amAnfänge desselben zwey eichene pfähle 1 5 Fufs tief eingerammt. Als diese zwey pfählenach einem Nivellement correspondirten, fand man im Juny 1774, dafs der Strom desDurchstiches eine Neigung von 14 zoll hatte. Die Neigung verhielt sich also zur Längswie 1 : 3000. Die erstere war daher nicht gröfser, als die Neigung des Rheins zwi-schen Düsseldorf und den Siebenbergen. Folgende Beobachtungen zeigten den hydrometri-schen Effect des Durchstiches : die Oberfläche des Niederrheins senkte sich nämlichnach der Durchgrabung des Abschlufsdammes, am 24. sept. 1774, in der Nähe seinerMündung, binnen vier stunden, 13 zoll, bey Arnheim aber 20 zoll. Die Neigung desStromes in dem Durchstich betrug jetzt 15 zoll. Während 2f stunden flofs das Was-ser von der neuen vssel - Mündung bis zum Steg bey Reege, d. i. bis auf eine Entfer-nung von 4 Stunden, binnen zwey stunden bis noesburg.

Für die Wissenschaft ist es zu bedauern, dafs hier nicht Beobachtungen über dieZunahme der Geschwindigkeit, über den Effect der Austiefung im Durchstiche, überden widerstand des Materials, so wie über die Senkung der oberflache des Rheinsund der waal mitgetheilt werden können!

Sobald die anfangs gelassenen seitenbermen b c abgebrochen waren, wurden dieuferbauten e f und d k von 177Ö bis 1 780 aufgeführt, das höhere ufer aber berauh-wehrt. Hier wurde also dem Strome ein künstliches Bett, zwischen Faschinenwerkenund Leitdeichen, angewiesen.

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