Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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20 Fufs übrig geblieben, die in der Folge mit wenigen Kosten gänzlich geschlossenwerden kann, nachdem der ström dadurch vieles Material geführt, und die Serpentinegröfsten Theils verlandet haben wird. Indem ich am 10. Januar 1811 dieses schrei-be, habe ich den Auftrag gegeben, während des jetzigen niedrigen wasserstandes,und da die Donau zugefroren ist, in die oeffnung zwanzig, mit Bruchsteinen gefüll-te, Senkfaschinen, jede 36 schuh lang, drey schuh im Durchmesser grofs, einzuwer-fen. Dieser Faschinenwurf wird die Austiefung in der oeffnung verhindern, den Eis-strom besser in den Carolinen - canal hineintreiben, also dessen grüfsere Vertiefungund Erweiterung bewirken. Nach dem Abgang des Eises wird alsdann die oeffnungmit einem Faschinenbau zugebauet, und auf drey Fufs regel gelegt werden.

Da in der Einmündung a des Lauinger - canals der Boden aus zähem Thon be-stand, der mit einer Geschwindigkeit von vier schuh nicht vertieft, oder fortgerissen,wurde, so mufste ich mich, gemäfs der im 190. §. aufgestellten Maxime, zur Anlageder perpendiculären Kribbe 1 . entschliefsen, um mittelst diesem werke den Stromaus der concave in die Mündung des canals einzuwerfen. Sie hat bis jetzt eine Län-ge von 80' erhalten, und die Breite ihrer Krone beträgt 18 Fufs. Dieses werk istvon einer so guten Wirkung gewesen : dafs mit den Enclavirungswerken 3 . und 4 .dieser canal von Null bis 12 Fufs unter den niedrigsten wasserstand vertieft, bis140' erweitert wurde, und bereits im May 1808 den schiffen ein bequemes Fahrwas-ser darbot, die ihn auch allein seit dieser zeit benutzen. Der untere canal cd, dessenBreite im Jahre 1810. hundert fünf und achtzig schuhe betrug, hatte die schiffe be-reits früher aufgenommen. Beyde Serpentinen, worin die Schifffahrt ehemals einenum 6200 Schuh langem weg, welcher für die Bergfahrt sehr bedeutend ist, machenmufste, sind jetzt zum Theile verlandet; da wo im Jahre 180Ö die Flufsrinne stattfand, wie wir aus der Karte, Tab. F, ersehen, worin die damaligen, auf den niedrig-sten wasserstand reducirten Tiefen angegeben sind, wächst an vielen stellen gegen-wärtig Gras und weidenholz. Die Hochgewässer von 180Q haben im verhältriifs deswasserstandes nicht mehr die Hohe, wie ehemals erreicht. Obgleich diese correctionsowohl für die Schifffahrt als für die uferlande von der gröfsten Wichtigkeit ist, die Längeder Bauwerke, wozu über zweymalhunderttausend Faschinen gebraucht wurden, 2192jufsi beträgt, so hat sie doch nur 31800 fl. gekostet; welche summe sehr mäfsig ist,wenn man "die in Holland bey ähnlichen rlufs - correctionen verwendeten Ausgaben da-mit vergleicht.

Ich mufs hier noch bemerken, dafs aus der untern Serpentine bey ober - Dillin-gen ein Mühlgraben ghI abgeht, welcher eine MÜhle treibt. Derselbe empfieng nurdann das Donauwasser, wenn es über den niedrigsten stand gestiegen war. Da nunzwischen den zwey werken 1 und 2 eine gröfsere oeffnung als die Breite dieses Mühl-grabens geblieben ist, und sich noch eine breite Rinne in der Serpentine befindet,die man auch offen-erhalten kann; so ist bis jetzt diesem Graben nicht mehr wasser

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