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entzogen, als vor der correction. Wenn derselbe indessen auch weniger wasseraus der alten Donau bezöge , so kann man bey x die dort befindlichen Quellen öff-nen und mehr wasser, zu jeder Jahreszeit, in den Mühlgraben einleiten, als erehemals abführte. Diese Arbeit wird, aus Vorsicht, im Jahre 1811 unternommen.
So strömt also gegenwärtig die durch die Wasserbaukunde geleitete Donau daWO Karl der v. im Jahre 1540 mit seiner Armee ein Lager hatte.
§• 204. Die correction des Isarflusses Tab. c , welche ich vom Jahre 1 80Ö bis1811, zwischen München und Ismaning , ausgeführt habe, wird immer für die Aus-übung lehrreich bleiben, weil sie nicht nur einem der schnellsten Bergflüsse in Eu-ropa ein neues seit angewiesen hat, sondern auch der dabey eingetretenen Schwie-rigkeit wegen. Sie gehört ohne zweifei zu den wichtigsten Unternehmungen, die inder Flufsbaukunde gemacht worden sind: denn die Faschinenbauwerke, ohne die Erd.dämme zu rechnen, betragen eine Länge von 38413 schuh , und einen Inhalt von33214 Kubikklaftern, wozu 1,152,512 Faschinen verwendet sind. Die Durchsticheaber messen 10700 Fufs Länge.
Ehemals hatte man der Isar mit aus eingerammten pfählen und Balken gemach-ten Bauwerken, wovon viele ueberreste in der jetzt neuen s-lufsbahn zum Vorscheingekommen sind, so wie in den mit Holz bewachsenen Auen angetroffen werden, Grän-zen setzen wollen. Anlagen, die Hunderttausende gekostet haben mögen, welche abermit den Grundsätzen der Flufsbaukunde im Widerspruche stehen, indem der Stromzwischen diesen pfahlwerken hin und her schweifte, und seine Verheerungen nachBelieben fortsetzte.
Bis zum Jahre 180Ö strömte die Isar unterhalb München vielarmig und bot, beymniedrigen wasserstande, nichts als unfruchtbare nies flächen dar. Sic drohte die Dör-fer obervöhringen und Ismaning fortzureissen , und schien die Mangel des BaierischenFlufsbaues, selbst in der sähe der Hauptstadt, zu beweisen.
Die städtischen Gewerke haben vorzüglich im vierzehnten und fünfzehnten Jahr-hundert überall, wo die Städte von Flüssen bespühlt werden, dadurch grofse Fort-schritte gemacht, dafs man die Flüsse in verschiedene kleine canäle leitete, die dannMühlen und Maschinen in Bewegung setzten, und zu Fabriken aller Art nutzbar ge-macht wurden. Bey München waren von dem Isarflusse drey Hauptableitungen ge-macht, die uns die Karte rab. c zeigt. Eine dieser Ableitungen fängt unter ihalkir-chen an, die zweyte vereinigt sich unweit dem Kupferhammer mit der ersten, theiltsich abwärts in zweyneue Arme, wovon der linkseitigein der Stadt mehrere kleine canälsbildet, sowohl Mühlen als Druckwerke in Bewegung setzt und für die Färbereyenals für andere Gewerbe sehr nützlich ist. Der rechtseilige Arm setzt Getreide- undpulvermühlen in Bewegung. Er ist für die Gärbercyen, Bleichen und andere Gewerkeunentbehrlich; führt das den Gewerken entbehrliche wasser durch einen oberhalbder Gerbcrey liegenden Ablafs der Isar zu; theilt sich aber weiter abwärts in zwey