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18 zoll gegen das Jahr 180Ö gesenkt, welches also in Hinsicht de? Hochgewässersehr wohlthätig ist,
Da der Strom sich am Ende des Hauptdammes q R, in den Eisbach zu stürzendrohte, so wurden die Faschinenbauwerke v., vi., im Frühling 1806, angelegt. Ineben dieser zeit liefs ich den linkseitigen correctionsdamm xm. bis xix., mit Faschi-nen, von acht schuh über den niedrigsten wasserstand, auf eine ränge von 29OOschuh, aulführen, um die, des vielen inTyrol gefallenen Schnees wegen, Zu befürch-tenden sommerfluthen, von* dem Englischen - Garten, der sich längs der Hirschaueausdehnt, abzuhalten, wiewohl dieser Theil des Gartens bis dahin bey allen Hochge-wässern üherschw-emmt worden war. Zur Erreichung dieser Absicht wurde der Faschi-nenbau xiv., rückwärts von jenem, mit xm. und xix. bezeichneten, angelegt, der diealten Flufsrinnen verschlofs. Damit aber der Strom eine gerade Bahn fand, wurdeder' Durchstich xi. u. xn, ausgehoben. In eben dieser zeit liefs ich den grofsen Dammq r auf die oben bemerkte Hohe von 15-f schuh bringen.
Diese vorsichtsmaafsregeln waren auch nicht vergeblich, denn Anfangs Augusts 1807 stieg der Isarflufs 8 Fufs, und legte 12 Fufs in der secunde zurück, Dieses er-ste Hochgewässer füllte das auf der rechten Seite des correctionswerkes vor Bogenhau- 'sen liegende alte Flufsbett mit Material dergestalt, dafs es im folgenden Herbst gröfs-tentheils bepflanzt werden konnte, wie diefs auf der grofsen Karte angedeutet ist. Vier-zehn rage später, als der Schnee in den Gebirgen gröfstentheils geschmolzen war,vermuthete man keine höhern Gewässer mehr; aber ein Naturereignifs, welches sichin der Nacht vom 15. auf den 16. August 1807 in der Gegend von töIz ereignete,nämlich ein fast beyspielloser wolkenbruch, war nicht voraus zu sehen! Alle Wahr-zeichen, die man bis dahin von den hohen wasserständen der Isar kannte, überstiegoberhalb München dieses von dem Wolkenbruche verursachte Hochgewässer. Am Hei-nerfelsen, st. Georg! - stein genannt, welcher mehrere Stunden oberhalb München Hegt,hatte die wasserhöhe vom 16. August 1807, die vom Jahre 1784 um 4' 2" überstie-gen, und die unerhörte Höhe von 17 schuh , 5 zoll über dem niedrigsten wasserstan-de erreicht. An dem Grünwalder Pulvermagazin, vier stunden oberhalb München , warsie 3 / 7" höher, als in den Jahren 1766 und 1788 , welche bis dahin die höchstenwasserstände gewesen waren. Oberhalb der steinernen Isarbriicke bey München standder ström am 16. August Nachmittags, als er die gröfste Höhe erreicht hatte, 16 schuh 9 zoll über seipem niedrigsten Stande; oberhalb der Bogenhauser Brücke 13' 4", amobern Theile des neuen Dammes in der correction nur 9' 9"; mitten in der Flufscor-rection aber acht Fufs 3 zoll, weiter abwärts in eben dieser correction, gar nur siebenschuh, eilf zoll, über eben diesem wasserstande; worüber die genauesten Wahrneh-mungen und das unten vorkommende Nivellement der unumstöfslichste Beweis ist. BeyLandshut stand am 17. August der hohe Strom 9', bey Landau am lßten 8' 2", bey
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