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Aus ,der ersten Tabelle ergiebt sieb: dafs die Geschwindigkeit noch am 27. May1806, d. i. nach dem zuschlusse des Hauptarms, und vorzüglich am 30ten, als derEnclavirungsbau gesenkt war, in dem Leiteanale a b bedeutend zunahm, dafs derStrom eben so im canale stieg; hinter dem Enclavirungsbaue aber fiel. Ferner sehenwir, dafs die Geschwindigkeit selbst beym niedrigen wasserstande in dem Leitcanale,welcher kaum dem niedrigsten wasser gleich ausgehoben werden konnte, und daherden Strom in die nähe trieb, bedeutend ist. Beobachtungen, wodurch wir mit derHeftigkeit des Stromes, womit er die ufer und Bauwerke angriff, bekannt werden.Diese war auch so grofs, dafe der Leitcanal im Juni 180Ö bereits die weite von 120rufs, zwischen den hohen und mit wurzeln verwachsenen uxern, erreicht hatte. DerStrom brach das rechtseitige ufer zusehends ab, und rifs die Baumwurzeln fort, alsständen sie kaum im Boden.
Diese Unternehmung wurde nun so fortgesetzt: Zuerst ward der zweyte Leit-canal von o nach r und obei'halb der Faschinenbau I k aufgeführt, um sowohl dasWasser des Eisbaches, als der Isar nicht in die rechtseitigen Fiufsrinnen einfallen undden Strom nicht aus der gewählten Richtung treten zu lassen. Man war eben imBegriff, diesem letztem Bauwerke gegenüber einen Leitdamm aus i-aschinenbau aus-zuführen, als die Isar am 7. July 180Ö, über die rechtseitigen Bauwerke stieg, undzugleich das linkseitige ufer von h nach m angriff, daher hier eine concave verur-sachte, in der nachher die perpendiculäre Kribbe c angelegt wurde. Bis zum Februar1807 war dieses letzte werk sowohl als die übrigen, auf der Karte no. II. bezeich-neten Bauwerke vollendet, die zusammen eine Länge von 147Ö4 Schuh ausmachten.Diese 120 schuh lange perpendiculäre Kribbe c , womit der Strom bis auf 30 schuh zugebaut wurde, wirkte dergestalt auf die vor dem werke I k angelegte Kiesbank,dafs der ström wieder die in dem plan bezeichnete Richtung erhielt. Dieses werkversah ich aber defswegen nicht mit einem Flügel, damit der Eisbach vor demselbensein Bett erhielt (siehe Seite 23Ö.), weil die perpendiculär-Kribben die Stromrinnenan sich ziehen. Der Erfolg hat diese Absicht vollkommen gerechtfertigt, denn dieIsar und der Eisbach vereinigen sich dicht vor dieser Kribbe. Im May 1807 wurdeder rechtseitige correctionsbau von ix. bis x, fortgesetzt, und die oberhalb liegendenwerke von e gegen I zu (siehe die grofse Karte) bis auf einen kleinen Zwischenraumausgeführt, welches, nach meinem plan, für den hohen ström einen ueberfall bildete,um dadurch die Oberfläche des Wassers in dem Durchstiche zu senken. Das folgendeJahr; als die Vertiefung des Leitcanals eingetreten, und derselbe bis zur rechtseiti-gen correctionslinie erweitert war, liefs ich in der besagten oeffnung ein uferbauwerkanlegen. Der so eingeschränkte Strom hatte während eines Jahres das Bett des neuenFlusses dergestalt vertieft, dafs die Oberfläche des Stromes, bey der Bogenhauser Brü-cke, 11 zoll niedriger, als zuvor stand. Bis jetzt hat sich die Oberfläche schon um