Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
298
JPEG-Download
 

2Q8

zerstreut stellenden Faschinen müssen zum Bauplätze kommen, und da es dennoch anMaterial fehlen wird, so ist die letzte Spreitlage des Enclavirungsbaues von demruncte b an, wo sie um das Doppelte zu breit ist, wegzunehmen und zu ihrem zu-sehlusse zu verwenden. 4) Wenn» der Frost die Fortsetzung des Baues hindert,s.o sollte auch das dem Schöpfwerke gegenüberstehende Ende der Enclavirung mittelstmit steinen gefülltenSenkfaschinen, und zwar auf der rechtseitigen Böschung mit 5,und auf der spitze mit 8, beschwert werden, welche nicht nur darauf befestigt,sondern auch noch mit einer spreitlage überzogen werden sollen.

Ich kehre jetzt nach dieser Einschaltung der damals gegebenen speziellen Vor-schriften zur Baugeschielite zurück. Dem von oben stromabwärts gehenden Theile deranclavirung hatte ich schon vorher eine solche Richtung gegeben, dafs er mit seinerinnern Kronenlinie auf die äussere Kronenlinie des Schöpfwerkes gerichtet war. DerErfolg dieser grofsen Unternehmung und. die damit verbundene oeconomie beruhtegröfsten Theils auf dem schnellen zusVdtufse dieses Bauwerkes oder der Abdämmungdes Stromes. Mufste nämlich dieses unvollendete Enclavirungswerk den Eisgängen wi-derstehen, so war die Verlandung des gröfsten Theils vom Leitcanal und die Vertiefung desriufsbettes zwischen denheyden Endpuncten der Enclavirung vorauszusehen, weil die sohledes Leitcanals gegen das nett der längs dem norfe Flintsbach gehenden und abzubauendenSerpentine Zu hoch lag. Auch ist bey Flüssen (wie der Inn ) die mit gröfserer oeachwindi g-keit als 5 Fufs strömen, eine Geradeleitung ohne zubauung der alten Flufsarme ganzunthunlich. S, $. 200.

Die oben angeführten Rücksichten bewogen mich abermals , am 22. Januar 180?nach den Inn abzureisen, wo ich am 22, um 2 uhr des Nachts, auf der Baustelle, ein-traf. Folgendes sind die Resultate der Untersuchungen, die ich gleich bey Tagesan-bruch anstellte. Der- zwischen den zwey Enden des Bauwerkes , womit der Innflufszugebauet werden sollte, ziehende ström, hatte eine Geschwindigkeit von 12 schuh in der secunde. Die oeffnung betrug noch 3.5 sehuh; die Tiefe in der Nähe des.Schöpfwerkes 34 schuh 2 zoll, und auf 20 Fufs Entfernung, 36 Fufs 8 zoll. DerStrom zog mit einer Geschwindigkeit von wenigstens 10 schuh , unter die schwimmendentagen des Haupttheiles, wo sie auf eine Breite von 88 schuh flott lagen, durch, s, Tab.E.rig, 3 . Er machte dann gleich hinter dem Bau eine Aufströmung, die sich in vieleWirbel theilte. Die. Mündung f' des Leitcanals , die nur- zwey sehuh über dem ^nie-drigsten wasserstand ausgehoben worden war , nahm' um Mitternacht am 22. das Was-ser, nur um einige zoll hoch , auf. Vor dem Bau .stand der Inn um einen schuhhöher als dahinter. Ich ordnete die Auswerfung der nagen stromwärts und die Ein-ziehung der innern Böschung an, um so den Strom von der oeffnung- ab und in denLeitcanal zu führen. Hierdurch ward also der obere Bau b 1 mehr vor das Schöpfwerkherausgelegt und den in §. 1?6. aufgestellten Maximen entsprochen; Da der Frost diesey-schaffung des groben Kieses (wovon der Kubikschuh 35§ tfe wog) sehr erschwerte, so