Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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308
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SOS

Zeichnung), von dem über den Bau fallenden Hochgewasser mit Material gefüllt seynwürde. Die gegenwärtige Chaussee steigt nämlich 14 zoll auf die Klafter und gehtdurch das enge stadtthor i. Die unruhen in Tyrol und der Krieg hat indessen diesefür das publicum so nützliche Sache zurückgestellt.

Ich breche nun die Beschreibung einiger, unter meiner Direction, in caiern ausgeführ-ten Flufscorrectionen ab, und übergehe mehrere wichtige, wozu der Durchstich der Donaubey pfahlheim, wodurch die Schiffahrt sehr gewonnen hat, weil sie sonst in einer mithohen Felsen angefüllten Serpentine ihr Fahrwasser hatte, die dasselbe beym niedrig-sten wasserstande sperrten, gezählt werden mufs.

$. 213. Nur meine in einem grofsen Wirkungskreise auszuübenden Dienstge-schäfte und Reisen werden mich entschuldigen, dafs ich hier erst nachträglich diebefste Art zur Verfertigung und Anwendung der Zugbänder, womit die Senkfaschinengebunden werden, beschreibe, da ich doch solches im erstön Kapitel dieses Abschnittshätte zeigen können.

Eine senkfaschine, deren Durchmesser drey- Schuh hat, welche mit steinen, diein nebeneinander ausgebreiteten heisern gelegt werden, wie diefs Seite 256. beschrie«ben ist, gefüllt, und in einen heftigen Strom geworfen wird, mufs so fest gebundenwerden, dafs sie sich nicht auseinander giebt. Wenn man dieses mit den gewöhnli-chen wippenbänden bewei'kstelligen will, so erhält die senkfaschine, und wenn dieseBände auch nur auf 6 zoll Abstand angewendet werden, nicht immer die erfoderlicheFestigkeit. Man bedient sich daher mit weit mehr vortheil der Fischer - zügel, wel-che die Fischer zur Festhaltung ihrer Netze und Anlegung ihrer Fahrzeuge gebrauchen.Ein solcher zügel, oder ein solches Band wird aus frisch geschnittenen weidenreisern,deren stärke 3 — 5f Linien, und deren Länge drey bis vier schuh beträgt, folgenderMaafsen verfertiget. Es wird ein vier zoll starker pfähl a Fig. 13. Tab. b. zwey schuh tief in den noden eingeschlagen , den man oben spaltet, und in dessen spalte ein höIz-«hen b gelegt wird, damit dieselbe nicht wieder Zusammengehen kann. Jetzt legt derArbeiter ein in zwey zweigen auslaufendes weidenreis c in diese Spalte, steckt zwi-schen diese zweige d, Fig. 14., dieses Reise.s c ein zweytes Reis e, und dreht jetzt die-se drey Reiser ein - oder zweymal mit beyden Händen um, nimmt nachher zwey Rei-ser f g mit der rechten Hand , während er die gedrehten Reiser unter dem Armhält, dreht dann die übrige Hälfte dieser Flechte, die aus vier bis sechs einzelnenReisern bestehen kann, mit beyden Händen um, und steckt nachher mit der rechtendie genommenen Reiser in die spalte dieser Flechte. Auf diese weise fährt er fort,die gedrehten zwo xheile der Flechte abermals zusammen zu drehen, und so kömmtwechselweise der gedrehte Theil nachher unter seinen linken Arm, den er andrückt,damit die Windungen der Reiser nicht aufgehen. Ist auf diese weise das Zugband,dessen Dicke etwa lf- zoll stark seyn kann, das von der dritten spalte seine*Anfanges an, erst diese Dicke erhält, und dessen Ende, wie es Fig. 15. zeigt, einen

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