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diesem uebel abzuhelfen. Als ich Ihren Wasserbau dirigirte, und im Jahre 1803Tyrol bereiste, entwarf ich schon den verbesserungsplan, den ich gewisser Verhält-nisse wegen, vorzulegen, Bedenken trug, ihn aber wieder hervorsuchte, sobald Tyroleinen Bestandteil der baierischen Monarchie ausmachte. Nach den im vorigen Ab-schnitte vorgetragenen Grundsätzen ($. 56.) mufste der ström aus der concave a b c ge-worfen werden, ohne dem ufer vor Rattenberg selbst nachtheilig zu werden. Ich sah michdaher genötigt, mitten in der Stromrinne und durch die heftigen widerströme, dasBauwerk ade auf eine Tiefe von 37 Schuh, bey einer Geschwindigkeit von 7 schultin der secunde, aufzuführen, welches allen Eisgängen des mit 12 schuh Geschwindig-keit fliefsenden hohen Stromes widerstand leisten sollte. Hierbey mufs ich bemer-ken, dafs der höchste wasserstand des Inns bey Rattenberg 14 schuh über den nie-drigsten beträgt.
Dem Bauwerke gab ich vorne eine eingebogene Linie, damit dasselbe mit demtrfer vor Rattenberg correspondirt, und der Strom längs dem Bau und dem Stadtuferregelmäfsiger abgleitet. Ich wählte dazu den Faschinenbau, weil nur mit demselbender Bau in solchen heftigen, auf Tab. F angezeigten, Strömungen ausführbar war. Der äus-sern Böschung gab ich 2f schuh auf einen schuh Hohe, und der innern einen sch uh.Die erstere wurde nach und nach mit den, von dem nahen Felsen abgesprengten Kalk-steinen beschwert, von denen die kleinsten 3 Zentner, und die gröfsten 100 Zentnerwogen. Ich liefs sie auf w'alzenwägen über eine dazu gemachte Transportbrücke (j.die perspectivische Zeichnung Tab. F.) fahren, und dann in den Strom, auf die Böschungdes Werkes, stürzen. Der Anfang dieses 825 schuh langen Baues, dessen obere mittlereBreite 20 schuh beträgt, und der 5 schuh über den niedrigsten wasserstand gelegt ist,wurde am 25. August 1807 mit zehn, drey Schuh dicken, und zehn schuh langen Senk-faschinen gemacht, von deren construction ich unten näher handeln werde, Bey a, wodieser Anfang war, steht eine steile, mitwerkstücken aufgeführte Mauer; folglich konntehier der Faschinenbau nicht sogleich construirt werden, sondern man mufste zuvoreinen festen punct haben, von dem zu bauen angefangen worden konnte, wozu diesenkfaschinen dienten. S. §. 186. Bis zum 19. nez. 1807 wurde dieser Bau, wiewohl derwasserstand im July und August dessen Ausführung unterbrach, mit 127200 Faschinen aus-geführt, und in dieser zeit hatte er bereits eine Vertiefung von sechs Fufs längs dem con-vexen gegenüberstehenden ufer bewirkt, und dem Strome eine regelmäfsigere Neigung ge-geben. Fünfmal besuchte ich denselben, und zum letzten Mahle am 10. Jänner 1808, alsseine Majestät der König aus Italien zurückkamen, und über denselben, mit Ihro Maje-stät der KÖniginn giengen, wo die letzten Felsmassen auf die äussere Böschung ge-stürzt wurden. Mit der Verbesserung der Schifffahrt, die jetzt vollkommen bequemist, indem der ziehweg über den Bau geht,' wollte ich zugleich die Bequemlichkeitder Landfahrt verbinden, das ist über den Bau selbst die Chaussee, mittelst eines stein-dammes legen, sobald der dahinter befindliche Kessel (siehe die Karte und perspect.
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