514
welche auf der Karte TaB. h. angedeutet sind. Von dem letzten orte an, aber noch,bequemer von der Einmündung des Frassine oberhalb Este ist der Canal Bisato schiff-bahr. Er führt unterhalb Este den Nahmen nach dieser stadt. Dessen Tiefe beträgtvon Este bis Longara, während der Dürre, zwey schuh sechs zoll, dessen Breite ist33 Schuh. Bey der Mündung des Fr assine ist eine schützschleuse angebracht, umdem Wasser des Baechiglione oder des canals msato den Eintritt in den Frassine zuversagen, ^yenn es den cgnal Bisato zu sehr belastet. Dieses ist indessen kein Hin-dernifs, dafs die Dämme dieses canals selbst nicht durchbrechen, und schädlicheueberschwemmungen entstehen, die öfters eingetreten sind.
$. 220. Da aber der canal Bisato, wie gesagt, den Hochgewässern des sacchi-glione eine zu grofse wassermenge abnimmt, und bey seinem Austritt über die ufer, dieEntwässerungscanäle von st. catterine, Frassine, Fratto und Gorzon damit belastet, folglichueberschwemmungen verursacht: so müfste dessen Einflufsmündung bey Longara miteiner Balkenwand dergestalt zugeschlossen werden können, wie ich dieses i. J. 1310,bey dem Landshuter Durchlafswehr , in Anwendung gebracht habe. Eine ähnlicheVorrichtung wäre bey der Einflufsmündung des canals sattaglia , ohnweit Basanellozu veranstalten.
§. 221. Aber nicht allein der Bisato, sondern auch der Baechiglione selbst ver-ursachte schädliche ueberschwemmungen und besonders zwischen vicenza und padua .Diese zu verhindern sind vier Mittel zugleich in Ausübung zu bringen. Das ersteMittel besteht in den Durchgrabungen der nachtheiligsten Serpentinen des Baechiglione.Das zweyte in der Anlage von zwey Grundablässen, jeden zu 20 schuh weit, bey je-der auf diesen Flufs liegenden Mühle, wovon einer zum Durchfahren der schiffe ein-gerichtet werden sollte, wenn man nicht Kammerschleussen anlegen will. Oberhalbdes Bisato - Ausflusses liegen die schütze von vebba , durch welche der Baechiglionefliefsen mufs. Die oeffnungen der Mühlgerinne dieses Flusses sind gewöhnlich achtFufs breit, und vierzehn Fufs weite haben die oeffnungen der mit ziehschützen ver-sehenen Schiffs-Durchlässe. Diese erniedrigen zwar die Oberfläche des Flusses etwas,sind aber bey weitem zu schmal. Das darin an Ketten hangende schütz wird ver-mittelst einer welle und des daran befindlichen Haspelrades aufgezogen. Diese Vor-richtungen (schiffsdurchlässe) (soslegno) , welche bey den Mühlen seitwärts angebrachtsind, und wodurch die schiffe passiren, befinden sich bey Debba, perarolo\ -Monte-galdn , cervarese, st. Martin, Trambarche . creola, salvazzan und rencarole.
Das dritte Mittel zur correction des Baechiglione kann in der Erhöhung der Flufs-dämme, zwey schuh über die Hochgewässer, und das vierte in der Aushebung desBettes, bis zum hydrometrischen Abhange, d. i. zum Abhänge, den das Bett zwischenvicenza und novolenta hat, bestehen. Die weite des Bettes sollte zwischen vicenza und padua 50 schuh und abwärts zu 40 schuh seyn, weil diese weite der weite,die der Flufs gegenwärtig zwischen seinen Parallelufern hat, entspricht.
o