315
Dafs die Geschwindigkeit des nacchiglione, folglich dessen vermögen, das rlufs-material fortzuwälzen, sich bedeutend vermehren würde, wenn man nur einige vondessen nauptkrümmungen durchschnitte, diefs läfst bereits seine nicht unbeträchtlicheNeigung erwarten. Zwischen idmena und der Mündung des Battaglia verhält sichnämlich die Neigung des canals Brentelle und des nacchiglione zur Länge, wie 1: 3250.Solche Durchstiche würden auch die auf dem jetzigen seryenlirendon Flusse erschwer-te Schifffahrt sehr erleichtern.
Ein anderer rlufsbezirk des Bachiglione, ich meyne den , welcher an der Mün-dung des canals Battaglia anfängt, durch padua und bis Bovolenta geht, verdient gleich-falls unsere Aufmerksamkeit. Nachdem der Bacchiglione durch den sechs bis acht Fufstiefen, und 42 bis Ö5 schuh breiten eanal Battaglia (bey Basanello) etwa f seines Was-sers verloren hat, fliefst derselbe padua zu, und vor dem Eintritt in diese Stadt theiltsich derselbe in zwey Aeste. Durch zwey gemauerte ßögen (ali corne) geht der eineAst längs den Stadtmauern, und treibt die Mühlen von ponte - corbo, nachdem er sichmit einem Nebenarm des ersten Hauptastes, der durch die Stadt fliefst, vereinigt hat.Dieser Flufsast fliefst nun von padua unter der Benennung Bacchiglione di Roncajettebis novolenta. Dieser Flufs hat, mit dem Flufsbezirk von Bassano bis padua und bo-»volenta, eine Neigung von 30 schuh 5 zoll und 4 Linien, die sich zur Länge, wie1 : QÖ2 verhält. Bey dem letztem orte mündet sich der Bacchiglione di Roncajette inden canal ponte - longo ein.
Der andere Ast des Bacchiglione durchfliefst mehrere Quartiere der Stadt padua ,und bildet dann den geradlinigten canal piovego, 'welcher 60 schuh breit und vierschuh tief ist. An dessen Ende bey Stra war die älteste Kammerschleuse Italiens an-gelegt, wovon man noch jetzt die ueberreste der seitenmauem sieht, und die manirrig für die erste Kammerschleuse in Europa gehalten hat. Das aber nicht die Italiä-ner, sondern die Holländer Erfinder der Kammerschleufsen sind, habe ich in der kö-niglyke courans te Haarlem n. 8. den Q. Januar 1808» bewiesen. Ja in Holland bestan-den schon im xm. Jahrhundert solche schleusen.
Jetzt können wir zum Brenta-Flufs zurückkehren, den wir bey stra, wo dersel-be sein wasser mit dem des Bacchiglione mittelst des canals piovego vermischt, ver-lassen haben, von wo derselbe nach doIo fliefst. Bey oolo liegt eine Kämmerschleuse,welche die ehemals bey stra gelegene schleuse überflüssig gemacht hat, und-wodurchdie schiffe nach Mira, auf der Brenta morte bis Fusina hinabfallen., um nach Venedig zu kommen. Bey nolo liegen auch mehrere, mittels des Falls der schleuse getriebe-nen Mühlen. Ehe man nach Fusina kommt, sind noch folgende w T asseranlagen zumerken : 1) der xaglio di Mirano, ein aus dem bey castel - franco vorhey fliefsendenBache, muson , im Jahr 1606 abgeleiteter canal. Er treibt die axühlen zu Mirano, wirdven dieser ab schiffbar, und speifst die Brenta - morta, wohin auch die unter jenencanal durchgehende sergola, so wie der msore und der Musonvecthia fliefst. Ferner
»r2