Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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ton aber gänzlich verlassen werden müssen. Alsdann hätte die rlufstheirung bey doIobleiben sollen, weil dadurch der Abflufs der Brenta befördert worden wäre. Die Bren-ta secca entspricht mit ihrer Mündung diesem Erfordernifs. Solche Fehler können ver-mieden werden, wenn jede Regierung geschickte wasserbaukundige um r.ath fragtund die unkundigen nicht hört.

Wir wollen jetzt, nachdem die zur Verbesserung des Bacchiglione und der Bren-ta abzielenden Vorschläge aufgestellt sind, zu den Hauptverbesserungen übergehen.Sie müssen nicht nur den Abflufs jener zwey Flüsse bewirken, sondern auch den derEntwässerungs - canäle : Ponte-Longo, Brenton-vecchia, des Fossa - Rebosola, des ca-naletta, des canals de cuori und des im Jahre 1570 gegrabenen Gorzon; mithin denWasserstaat der zwischen vicenza, ratlua, werona, dem Etsch -Flusse und den Lagu-nen liegenden nändereyen, verbessern.

Da wir nun den Abflufs der vorbenannten Entwässerungs - canäle befördern wol-len, so müssen wir uns an die $. 36 ., 50., 92 ., 93 ., 145. und 158. aufgestellten Sä-tze binden und untersuchen, in.so fern der Lauf dieser canäle denselben entspricht.Betrachten wir also zuerst die Breite dieser canäle und dann ihre gemeinschaftlicheMündung. Der Brenton hat eine Breite von 150 bis 170 Schuh und sollte nur 120schuh breit seyn. Der vonte-Longo ist 50 bis 150 schuh breit: er sollte nur 50 zurBreite haben, denn der Hauptflufs Bacchiglione ist nur 50 Schuh breit. Jene zweyrlüsse, nämlich Brenta nuova oder den Brenfon - rlufs und den Canal Ponte-Longowürde ich mit dem Bette des erstem bey conche vereinigen, wo dasselbe 170 rufsbreit ist. Gleich unterhalb Bianca würde ich das wasser des rossa - nebasola, alsoauch das der 2ten Brenta - vecchia darin aufnehmen, und ein Hochgewässer abwarten,welches zeigen würde, ob die Vereinigung der Brenta novissima bey conche mit demsrenton zur Reinigung des Bettes, d. i, zur Fortwälzung .des Materials durchaus noth-wendig sey. Auf diese weise würde man also, nach dem ersten vorne aufgestelltenLehrsätze der Hydrometrie, das vermögen des Brenton verstärken, und das Flufsbettvertiefen. Ferner würde ich das Bett der Brenta, von Limena an, nach einem fort-laufenden Abhange vertiefen, wornach sich auch die Durchlässe von seriola, corte undconche richten müfsten, und so den Lehrsätzen 36. und 50. entsprechen. Ich wür-de ferner dasjenige ausführen, was oben zur Verbesserung der Brenta und des Bac-chiglione vorgeschlagen ist. Auch wären die Dämme der Brenta, parallel mit dem re-gulirten Abhange, drey schuh über dem höchsten wasserstand, zu erhöhen, und zwi-schen denselben und dem Flufsbette eine Berme von 3Q bis 50 schuh zu lassen, jenachdem die Hochgewässer dieses bestimmen, und wefswegen jene hydrometrischen-Messungen und ein neues Nivellement, die der Ausführung überhaupt vorangehen soll-ten , angestellt werden müssen. Der Ausmündung des Brentone, doIo gegenüber, wäreeine solche Richtung zu gehen, damit der Eingang der Brenta in den srenton dadurcherleichtert wird. Die Brenta bey Brondolo, wo sie bereits alle oben genannten canäle

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