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und die (i. J. 110. v. c. G.) im Herbste einfiel, schrecklich verwüstet (b). Fast alleWohnungen wurden zerstört; die stärksten räume aus der Erde gerissen und das ver-derben war überall. Dafs diese schreckliche Inondation von der Erweiterung descanals entstand, dafür scheint selbst die tage der säume unter den veenen (Torf-gräbereyen), die alle südwärts geworfen sind, zu sprechen. Sonderbar genug ist es indes-sen, dafs diese fürchterliche Begebenheit sich nicht umständlicher in den Traditionenbis zur zeit, wo man solche Ereignisse aufzeichnete, erhalten hat.
Nachdem die See das schrekliche Eroberungsrecht auf Kosten der bedauernswürdi-gen Bewohner der Insel ausgeübt hatte; so verliefs dieses unglückliche Volk seinen vä-terlichen Boden, in Seen und Moräste verwandelt. Was konnte es in den damahligenfinstern Zeiten nach solchen Drangsalen bessers thun, als sich mit den cymbrern,die in Jütland wohnten , und mit den Teutonen zu vereinigen, um fremde Ländermit Krieg zu überziehen! Nachdem sich aber die Gewässer zurück gezogen hatten ,eilten die Batten, oder Bataver, ein stamm der Kalten, der von den übrigen Stämmenausgestossen war, den Rhein hinab, das verlassene Land zu bewohnen (c). Vonihnen erhielt die Insel den Nahmen Batavia , oder Insel der Bataver. Duurstede (uata-vadorum) (d) und Battenburg (ßatavorum oppidmn) (e) wurden von ihnen er-bauet. Es gehörte ihnen also auch noch ein Theil von Gallien . Verschiedene oertcrwerden auch noch jetzt, dem Ursprünge von dem gemeinschaftlichen stamme zu Eh-ren so genannt, als: Kattwyk op Ryn, Kattwyk op zee (bey Leiden); Kattendrechtbey Rotterdam ; der Kattenpolder zu zevenhuyzen; Kattenbroek bey woerden u. a. m.
Die Bataver, von jeher tapfer und unter ihrem grofsen Anführer civilis der römi-schen Macht furchtbar, verbündeten sich endlich mit den Römern. Diesen ihrenSchriftstellern verdanken wir allein die wenigen Nachrichten, w'elche von dem altenphysischen zustande Hollands Auskunft geben.
Zu cäsars Zeiten war die Stromscheidung der Flüsse waal und Rhein von derMündung des ersten 80,000 schritte entfernt_( f). Die waal vereinigte sich mit derMaas, und ergofs sich mit einer weiten Mündung in die Nordsee . Dis Vereinigungdieser beyden letzten Flüsse mufste schon damahls bey Gervliet statt haben, wie sienoch 1421 war (t. 40.): denn Tacitus sagt, dafs civilis zur Aufstellung der BataverFlotte einen Raum, der einem see glich, und zwar, wo die Maas den Rhein auf-
(b) Florus Libr, nr. c. 3. — van loou Aloude Holl, Hise 1. d, bl. 5 .
Eben so wahrscheinlich es den Griechen war, dafs sicilien von Italien (Aeschyl, ap. strab - lib. 6.p. 25 $ — Mem. de l’acad. des belles x-ettr. t. xxxvn p : 66); dafs Euböa von nöotion (strabo Lib. 1.p. 60) losgerissen ist; eben so wahrscheinlich ist es, dafs -Frankreich , einst mit England zusammenhing: Dissertation sur l’ancienne jonction de l’auglettre k la Trance, par uemarest. Amiens 1763.
(c) Tac. ixist. Libr. iv, cap, 12; Libr. v. 23 . de M, o. c, 20.
(d) Tacit, v. 20, — Ibidem nist. xvnr. 19. — d. 11. o. c. 29 - — Junius Bat. p. 31hfe) Tac. nist. l. v. 19. — Ibid. l. iv. i 3 , — Ptol, geogr. n. c. 9. — Europ.Tab. irr,
C f) Caesar de nello oall. Lib, iv, c. 10.