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nicht wahrscheinlich u. s. w. »Der Bylandsche Durchstich könne deswegen den zwecknicht erreichen, weil der Flufs immer noch längs Herwen fliefsen würde. Das ansihm weggeführte Material müsse unterhalb, also auch im rannerd. canal, untiefenerzeugen,“ Bewirkte nicht das von dem nerwenschen concaven ufer abgerissene Materialeinen ähnlichen Effect; und wü^de der Durchstich nicht die Richtung des Flusses aufdie Mündung des rannerd. canals verbessert haben?
Leider ergriff man die Ausführung dieses wohlthätigen und grofsen Durchstichs-pro jedes nicht, sondern begnügte sich statt dessen, drey uribben längs dem Herwen-schen ufer ( t. 22. ) anzulegen, welche die ungeheure summe von Einmahlhundertfünfzig tausend ouldcn kosteten. Da sie auf einem lockern sandgrund erbauet, unddes Eisstromes Angriff ausgesetzt waren; so wurden sie 17-52, ein paar Jahre nachihrer Anlage, zerstört.
§. 252. Holland mufste^min vom Jahre 1470 mit neun und zwanzig Haupt-überschwemmungen .heimgesucht werden, bevor man die alte Rheinmündung beyrobyth zubaute, und dem ungetheilten stroiüe oberhalb dem pannerdenschen canal.,d. i. der ober-Waal, mittelst des Byland’schen Durchstiches,, eine solche Richtung gab,vermöge welcher die MÜndnng dieses canals nicht mehr durchaus einschlürfend blieb,folglich der Zustand der holländischen Flüsse bedeutend verbessert wurde. Wir se-hen nämlich aus der 2(5. Kupfertafel, dafs die waal bey Herwen eine grofse Serpen-tine bildete, unterhalb dieser aber auf das Millinger ufer an fiel, und die Mündungdes pannerdenschen canals bedeutend erweitert hatte. Um dieselbe einzuschränken,,waren bereits von 1751 die werke l und k aufgeführt. Wiewohl nun die Mündun-gen des pannerdenschen canals und der yssel versandet waren; die ueberschwem-mungen vom Leck und Niederrhein häufiger und höher eintralen, und andern Theilsder Herwensche - Deich bereits 1764 zerstört und das Dorf ein Kaub des Stromeswurde; wenn die waal in der Herwenschen Serpentine dem Rheine bey Aart immernäher kam ; und wenn endlich die competenten sachverständigen alle Gründe zur Aus-führung des Bylandschen Durchstiches, welcher die verlheilung der strommasse ver-besserte, aufboten: so entfernten die Provinzen Utrecht und overyssel doch immerdessen Ausführung, weil diesen daran gelegen war, der waal eine gröfsere wasser-menge zuzuführen.
Friedrich der Grofse gab aber der guten Sache den Ausschlag: Er Iiefs durchseinen Minister im Haag mit Nachdruck erklären: „dafs wenn man sich nicht zu derAusführung des, schon längst projectirten, sylandschen nurchstiehes entschliefsen wür-de , der König sieh genöthigt sähe, zu Gunsten der Polder von müssen, Malburgenund Lyrners , einige der -holländischen Deiche durchstechen zu lassen.“ Diese kraft-volle Erklärung wirkte bey den Staaten der betheiligten drey Provinzen gleich einemelectrischen schlage. Wie sollten sie aber mit den preussischen commissairen in Un-terhandlung treten, da sie selbst unter einander uneinig warenI Es ward also von ih-