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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Vor dieser zog der niedrige Strom vorbey, aber nicht der hohe. So war also dieseSerpentine für die Stromscheidung äusserst verderblich»

Das Dorf nerwen ( rab. 14.) war bereits ein Raub der perpendiculair anfallendenWaal geworden, und die Gewalt dieses Stromes schien, bey dem lockern Boden,keine andere Grenze, als unzerstörbare Kunstmittel, zu kennen. Konnte man sichaber wohl, eben bey diesem lockern Boden, eine Stabilität, einen ökonomischen se-hammgsstand der ufer versprechen; und blieb die Serpentine für die Mündung despannerd. canals, von der sie den niedrigen ström ableitete, und für das Millingscheufer, nicht sehr nachtheilig? Der Durchbruch der schmalen Erdfläche zwischen derWaal und Aart schien also unvermeidlich, wenn man erwog: dafs der Rhein , bey die-sem orte, in seiner Oberfläche 35 zoll niedriger lag als die W’aal bey nerwen in derihrigen, und dafs das Terrain selbst von Herwen nach Aart abhängend war. Wäredieser Durchbruch erfolgt, so würden die Provinzen Holland, Utrecht , overyssel undGeldern zum Theil in Sumpf und Moräste verwandelt worden seyn. Dann hätten dieceiche an der vssel und am neck die gesammte wassermenge des unvertheilten Rheinsnicht halten können. Wären diese zerrissen gewesen, so würden die andern Deicheals der Meerendeich, die Deiche an der uangenlinschotten, die wiericker Kade, der»ief- und der zouwendeich (t. 39 . 40. 41.) auch zerstört worden, und Hollands ver-derben erfolgt seyn. Wer war es, der diese Gefahr nicht zugestand, nicht achtete?Die Deputirten der Provinz Geldern — geleitet von ihren leidenschaftlichen oder un-kundigen Landmessern, sagten: „es sey ein solcher Durchbruch unwahrscheinlich“.„Wenn derselbe indessen auch erfolgen sollte, so dürfe nur der pannerd. canal ge-schlossen werden, um alles in den alten zustand zu versetzen, und der Niederwaalwerde der Durchbruch nicht alles wasser entziehn.“ Welch ein sonderbares Raison-nement

251. Glücklicher weise für die Niederlande lebte Lulofs, Generalinspector desriufsbaues und Professor der Mathematik zu Leyden . Dieser schlug (l75l) in Ge-meinschaft mit dem Landmesser Bolstra, den nylandschen - Durchstich , als ein Mittelzur Erhaltung des Hervvenschen ufers, vor.

So dringend auch die Provinz Holland auf die Ausführung dieses Vorschlags, wo-durch mit einiger Veränderung, die Mündung des pannerd. canals verbessert wordenwäre, bestand, so war doch anfänglich Geldern allein und dann auch Utrecht dage-gen. Also auch in dieser die Wohlfahrt so vieler Tausend Menschen betreffendenSache, war es mehr um Rechthaben und wortfechterey zu thun, als um das Beleuch-ten und prüfen. Ja! es ist in einem hohen Grade ärgerlich und niederschlagend:den Egoismus, die Nebenabsichten und die Unwissenheit über Bürgersinn, Wohlwol-len und Kenntnisse triumphiren zu sehen! Doch es mögen hier die von Utrecht undGeldern aufgeworfenen nichtigen Einwürfe stehen. In dem Gutachten hiefs es: „essey, wie wir schon angeführt haben,“ der Durchbruch der waal nach dem Rheine