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Kribben, welche frey in den Flufs hinein liegen; den sie des ueberfalls und wider-stroms wegen für die ufer und beym Abflufs des Stromes verursachen, gesagt wurde.
§. 266 . Die wesentlichsten Verbesserungen des meder-Rheins dürften bestehen: in derEinkürzung und Abflachung mancher rahrdärnine und Kribben ; — in der Anlage von Fang-kribben an die nützlichen declinanten werke; — vorzüglich aber, in einem Durchsticheder beyden Serpentinen, zunächst wyck by Duurstede (Tab. 37). Diese rlufscorrectionwürde die Geschwindigkeit des Stromes vermehren; die Eisstopfungen, welche hier vor-fallen, verhindern; zur Reinigung des Bettes, mittelst Beschleunigung des Eisgangesund des Stromes, beytragen, und also die Neigung, welche hier so geringe ist, ver-gröfsern; mithin auf den obern Flufsbezirk bis zur yssel, sehr wohlthätig wirken.
§. 2Ö7. Nahe an wyck liegt in dem Deiche eine fünf rufs weite schleuse, wo-durch der Kronnne - Rhyn gespeifst wird. Mehr als hundert und fünfzig cubikfufs inder secunde wird sie, den gröbsten Theil des Jahres über, nicht durchlassen. So-bald der Rhein hoch anschwellt, mufs sie geschlossen werden (*). Hier endet sichder Niederrhein , wir kommen also zum Leckflufs.
§. 2Ö8. Der Leckflufs und seine Bedeichungen sind auf der 30. 31, 35» 36 . und37. Kupfertafel dargestellt. Nach einem Nivellement von Lulofs und Bolstra, 1751 be-werkstelligt, betrug die Neigung, von dem nagesteinschen schaardeiche (Tab. 36 .) an,bis zur Leckmündung: das ist auf eine Länge von 11550 Ruthen, bey mittler w r asser-höhe, drey und sechzig zoll. Sie verhält sich also zur Länge wie 1 : 2Ö040. Beydem hohen wasser des Jahres 1747 betrug diese Neigung aber -jjfjö (**)•
Nachdem der Leck im März 1751 bey einem Eisfreyen - Strom (hol. by open Ri-vier) bis zu einer nie erreichten nöhe angewachsen war, und die Deichbrüche dieProvinzen Holland und Utrecht an den Rand des Verderbens gebracht hatten, da erstwurde dem Professor Lulofs der Auftrag: die Neigung des l cks zu nivelliren. Erfand diese bey hohem ström (kn März) zwischen Jaarsveld und Krimpen (Tab. 35. und36 .) ziemlich regulär abhängig, ausgenommen, dafs bey schoonhoven eine kleine Er-habenheit von drey zoll über die fortgehende Neigung des Stromes und bey Bergam-bacht eine Senkung von 6 zoll statt fand. Man schrieb den vielen Kribben, welcheim plusse lagen, und dem Buschwerke diese Irreguläritäten nicht zu. In der Thatkonnte diefs auch nicht allein die Ursache der Aufstauung und Senkung der Oberflächedes Stromes seyn; sondern sie scheint vielmehr in den Deich - und Flufsengen unddem steigen und Fallen des Bettes gelegen zu haben. Ob gleich dieses Nivellementfür sich allein keine genugthuende Untersuchung abgeben könnte, so bewies es doch:dafs sich in dem Leckflusse bey offenem - ström , keine solche Aufstauungen ereigne-ten, welche den Abflufs des wassers hemmen konnten, und dafs man die Ursache derschädlichen stromhöhe in ganz andern Localursachen suchen müsse. Wenn man den
Auf Tab. 37. ist diese Schleuse beschrieben.
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