Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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angezeigten Fanglu'ibben und ein perpendiculäres werk ho. 10. bewirken. Wenn manferner erwägt; dafs die perpendiculäre Kribbe su. 6., in Gemeinschaft mit dem Dop-pelwerke gegen no. 5., das von der Loowaardschen sank abgelaufene Material auffan*gen wird; ferner dafs vor dem ossermannsward schon eine sandanlage existirt; soscheinen die projectirten werke no. Q., 8-, 7., unnöthig zu seyn.

In so fern wir nun zu beweisen gesucht haben, dafs die vorgeschlagenen Kunst-mittel die concaven ufer, oberhalb der Stromscheidung, so wie die Deiche, hinlänglichdecken; die Sandbänke abflächen werden: so ist nichts gewisser, als dafs der strom-strich sich dem seperationspuncte nähern, und die Yssel einen regelmäfsigern, grö-sern ström, erhalten werde, zumal wenn das separationswerk dergestalt verlängertwird , wie es roth illuminirt ist, und wenn, wie gesagt, die westervoortschen Fahr*dämme abgeschlichtet werden. Nachdem diese Mittel in Ausübung gebracht sind, undihre Wirkung, von denen die zur Verbesserung des pannerdenschen carxals vorgeschla-gen wurden, noch vergröfsert werden wird: dürfte sich das Flufsbett des Niederrhei-nes, auf eine regelmäfsige weise vertiefen; andern Theils werden sich oberhalb derStromscheidung der yssel und des Rheines, und bey peppelgraf, nicht mehr solcheEisstopfungen, als ehemals ereignen. Eisdämme, die — den Gegenden an der waalund an dem Niederrhein öfters schreckliches unglück gebracht haben.

§. 2.65. Der Niederrhein unter Arnheim (Tab. 37. und 38.) wird von sommer-dämmen, welche die waarden, wiesen und Viehweiden gegen hohes Sommerwasserschützen, sehr eingeengt. Der Rhein , dessen profil unterhalb der Stromscheidung vonder Yssel , Ö00 Fufs breit ist 4 hat unterhalb Arnheim eine profilweite von 420

schuh; ja man bat den Niederrhein mittelst Kribben und Bauwerken auf 360 schuheingeschränkt. Noch mehr hat man die Profile der Hochgewässer mit den Deichengen,und mit den nach den ueberfahrten gebenden Queerdämmen eingeengt, s. Tab. 37. und3 8. Insoferne die separationswerke oder die Spitzen der stromscheidung einen Auf-stau in dem ungeteilten ströme verursachen, folglich dessen Geschwindigkeit verzö-gern ; so mufs der Ingenieur die profilweiten der geteilten Flüsse stets gröfser machen,als die rlufsbetten in dem untern Flufsbezirke. Ich würde daher diesem Flusse biswyek by Duurstede, keine geringere weite als 400 Schuh, folglich die Einlegung derBauwerke über diese rlufsgrenze hinaus, nicht gestatten. Schon der Stadt Arnheim ge-genüber liegt der linkseitige sommerdamm kaum fünfzig Ruthen von dem Kay ent-fernt, daher auch hier die öftern Eisstopfungen und Anschwellungen des Stromes.Kurz, die angezeigten Karten beweisen es, dafs man nur Kribben anzulegen trachtete,ohne auf eine allgemeine oorrection Rücksicht zu nehmen. Diese declinanten werke,sind aber auch von zeit zu zeit ruinirt worden. Sie haben widerströme, ufereinrisseerzeugt, und wenig zur Regelmässigkeit des Bettes beygetragen. Doch wir wollennicht im Detail wiederholen, was schon zu oft über den Nachtheil der declinanten