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ueck und seine neichengen betrachtet, dessen geringe Neigung kennt; so darf wohleine kleine Geschwindigkeit vorausgesetzt werden. Messungen sind indessen meinesWissens, davon nicht vorhanden. Bey der unzureichenden hydrometrischen Kenntnifsdie wir von diesem Flufse haben, dürfte doch, im allgemeinen, noch jetzt der Rathanwendbar seyn, den Bolstra, mlofs und Velsen gegeben haben, welcher kurz daraufhinausgeht: dafs so wenig Inseln, sojnmerdämme und Holzgewächs als möglich gestat-tet werden müssen, und dafs die Fahrdämme, eher eingekürzt, als verlängert wer-den sollten; — dafs man den Schutt der alten ziegelbrennereyen wegräumen müsseund keine neue ganz in der Nähe des Flusses, da wo. ein enges profil ist, erbauendürfe.
Die vorzüglichste correction, welche in neuern Zeiten bewirkt ist, trift man un-ter cuulenburg (Tab. 36.) an. Da ist dem Bette, vermittelst mehreren nribben , dieauf der angeführten Kupfertafel verzeichnet sind, eine vortheilhaftere Richtung gege-» ben und die Fahrbarkeit des rlusses sehr befördert worden. Gleich oberhalb cuulen-
burg wird dahin gearbeitet, die Insel fortzuschaffen, durch welche werke des StromesGeschwindigkeit, ohne zweifei, vermehrt werden wird.
Des Leckflusses hohes Anschwellen ist für Holland äusserst gefahrvoll; denn so-« bald seine nördlichen Deiche durchbrechen, dehnt sich die ueberschwemmung bis
Naarden und Amsterdam aus. Man erhöhete und verstärkte diese Deiche deswegen,nach den hohen Inondationen von 1747. Und da' die Kosten ungeheuer gewesen seynwürden, um sie aller orten gleichmäfsig zu verbreiten; so wurde auf der binnen seileder Krone ein kleines Dämmchen a b (Tab. 52. Fig. 4.) 2 Fufs hoch und 6 Fufs breitaufgekarrt, welches man sandpfad (hol. sandpad) nennt (*). Wenn gleich diese Auf-äammung von Einigen als unzureichend erklärt worden ist, so hat sie sehr oft undnoch 1795 grofses Unglück, ja selbst Deiclihriiche und Inondationen verhütet, dessendie Rapports der holländischen stromknndigen bezeugen. Die Erfahrung hat also be-wiesen; dafs sie widerstand leisten könne, zumal wenn der Frost tief in die Erde ge-drungen; wenn sie von guter neicherde aufgeführt und keinem Stromzuge ausgesetztist. Dem Angriffe des Stromes werden doch nur wenig andere Deichstellen als schar-deiche , die kein Vorland haben, ausgesetzt seyn. Gut, diese mag man also, wennes nöthig ist, in ihi'er ganzen Breite erhöhen und verstärken. Solche Deiche aber,die am oberwaal liegen, das ist ausser dem Anfalle und der Richtung des hohen Stro-mes, diese wird man durch einen Kadeich erhöhen können: welcher aber aufs sorg-fältigste mit dem alten Deichkörper zu verbinden ist, und dessen Dossirungen gleichmit Rasen belegt werden müssen.
(*) Ehemals war der Sandpfad oben rund, wie die von Bolstra gelieferte profilzeichnung beweist; jetztist die Krone fast horizontal. Da seine Mitte zur Bequemlichkeit der rufsgänger mit Saud bestreuetWard, so nennt man das ganze Dämmchen Sandpfad. Eine solche Aufdämmung (ein kleines Dänim-clien ) nennt mau auch in Holland Kade oder Kadyk. Wir werden uns zuweilen der Benennung Ka-' deich bedienen.