gegebene Land, Ja! diese Seitenerglessungen können, yvenn 3 i e wirksam sind, eineneue rlufsbalin erzeugen und den untern rlufsbezirk, wahrend eines einzigen Eisgau-,ges, versanden, wie die Erfahrung bey der Merwede und Maas unterhalb dem Deich"bruche von 1421 oder dem ouden-wiel bewiesen hat. Da wechseln dann zum ver-derben der xiufsbezirke, Ursachen und Wirkungen. Anfänglich ist nämlich das durchdie seitenergicssung geschwächte vermögen des Stromes die Ursache von der Erhöhungdes unter derselben liegenden rlufsbettes, und dann wird diese Erhöhung die Ursachevon dem höher steigenden ströme, und von der Zunahme der wassermenge, diedurch eben diese seitenergiefsung fliefst. Indem also in dieser die Geschwindigkeitvermehrt wird: so mufs sie in dem untern rlufsbezirke abnehmen, folglich das vomStrome geführte Material darin absetzen. Diese Wirkungen sind aber vorzüglich inden rlüssen der dritten Art d. i. in den holländischen untern Flüssen, worin die Flutheintritt, nachtheilig; weil der nückwailende - oder Fluth - Strom das vermögen desEbbe - oder rlufsstromes schwächt und gänzlich aufhebt, so dafs die oberhalb ange-legten seitenableitungen oder ueberlasse den Flufgstrom allein abführen müssen. 4)Zeigt uns die Geschichte des holländischen Wasserbaues, und die mit den Flüssenvorgegangene Veränderung, dafs a) nachdem von den Römern der ueckflufs aus demRheine geleitet war, dieser letztere versandete, s. s. 540. b) Dafs die erfolgte Verei-nigung des ober - Rheines mit der waal, im Anfänge des achtzehnten Jahrhunderts, dieVersandung des erstem, so wie der Gclder’schen vssel und des Leck’s zur Folge hat-te, und daher die Schifffahrt auf diesen dreyen Flüssen, bis zu dem zeitpuncte, inwelchem der rannerdensche - Canal gegraben wurde, gestört war. c) Haben wir im171. gesehen, dafs die Vereinigung der Maas und waal bey dem Fort st. Andries, wobald der eine oder andere Flufs die stelle eines seitenablasses von dem andern ver-tritt, je nachdem der ström oder die Eismassen in diesem oder jenem Flufs hochoder niedrig standen, von der schädlichsten Wirkung gewesen ist. d) Verursachtedie gröfste Ableitung, welche je die holländischen Flüsse erlitten haben, d. i. derDurchbruch der Merwede über das Bergsche - Feld oder die Entstehung des onden-wiels (iah. 50.) nicht nur eine Versandung der abwärts fliefsenden Merwede und Maas ,sondern auch von der Maas -Mündung selbst. Diese Versandung der untern Flüsse istso nachtheilig für den innern wasserstaat des Krimpener - waards, des Altblasser-waards, und für schieland gewesen, dafs der erstere 6eine natürliche Auswässe-rung verloren hat. Es mufsten die Grundeigner schöpfmaschinen anlcgen, um mitdenselben die innern Gewässer in einen, mit einem Damm umgebenen, Bezirk (sam-melteich), den man in Holland Busen oder Boezcn nennt, zu lieben. Aus solchemsammelteich wurden sie sodann durch schleusen, unter den Dämmen, in die Merwe-de eingelassen, e) Auch kann ich die Nachtheile von den vielen Stromästen oder Sei-tenableitungen der Hauplflüsse noch dadurch begründen, dafs dieselben den innern
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