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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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SIEBENTES KAPITEL

DER ANGEWANDTEN FLUSSBAUKUNDE.

Von der hydrotechnischen Leitung der Flüsse der dritten Art, das ist solcher fliessen-

den Gewässer, deren Rückwallender - oder rluthstrom über ein steigendes Bettsich bewegt, und die in Holland untere - Flüsse genannt werden ; mit Vor-schlägen zur Abwendung der ueb er schwemmungen von den untern riufsgcgcn-den Hollands, und zur Verbesserung von der Fahrbarkeit der merwede undMaas , begleitet.

§. 276.

011 da an, wo die Waal sich mit der Maas oberhalb Gorkum ( r rab. 30.) vereinigt,

heifst der rlufs die Merwede bis zur Ausmündung des Lecks, von dieser bis unter

Maaslandsluis, die Neue - Maas, wohingegen der andere stromast von Dortrecht ab-wärts, die Alte - Maas genannt wird, wie diefs xab. 31. und 32. deutlich zeigen. Die

Fluth tritt in die waal bey ihrem niedrigsten wassarstande bis unweit Bommel hin-

auf, besonders bey Nordwest - winden. Ihre Dauer ist bey nardingsfeld 3 stunden 52

Minuten, wohingegen die Dauer der Ebbe 8 stunden 8 Minuten beträgt. Doch ich willüber die Wirkung der Ebbe und Fluth in diesem Flufsbezirke, mich nicht weiter ver-

breiten; da ich bereits, Seite 117. bis 122.-davon gehandelt habe; ich komme daherzu der geschichtlichen Darstellung der künstlichen und natürlichen Veränderungen,

welche mit der Merwede, und vorzüglich oberhalb dem Alten -wiel (siehe xab. 30.

oude - wiel) in den neuesten Zeiten vorgegangen sind. Da der Ingenieur aus den er-folgten Wirkungen auf die zukünftigen schliefsen kann, so wird diese geschichtlicheDarstellung einiges nicht über die Vorschläge selbst verbreiten.

Aus der, von den Professoren s’Gravesande und w T ittichius so wie von dem Land-messer cruquius i. J. 1730 gemeinschaftlich , in zwey grofsen Blättern verfafsten Karte,wozu ein Memoire gehört, sieht man Folgendes, das anzumerken nöthig ist. Der so-genannte vor der Stadt Gorkum liegende Mittelward (xab. 30.), 2. 3., dessen obere spitzebey i begann, war 1730 noch einmal so breit, wie er gegenwärtig ist: 2) Bey v undvu lag en unter dieser Stadt zwey untiefen, jene länglich, diese beynahe rund und bey desind mit punc-tirten Linien angegeben. 3) Oberhalb dem sogenannten Schlickdamm 6(1697 angelegt) lag eine kleine Insel /, die auf der Karte punclirt ist. 4) Der dop-