Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
401
JPEG-Download
 

401

penwaard , vor werkcndamm, wurde von der punctirten Linie d e b begränzt. 5) Derwerkendammsche - Hafen, welcher gegenwärtig bey b liegt, hatte 1730 sein Bett inder punctirten Richtung ß. 6 ) Die hohen verderblichen ueberschwemmungen, welchevon 1552 bis 172Q , den Alblasser - waard heimgesucht hatten , waren die Veranlas-sung gewesen, dafs man statt des wolfferschen-seedeiches, welcher gleich unter Gor-kurn von r nach- g lag, und der 1ÖÖ3 seinen letzten Ruin erfuhr, den jetzigen Deichth aufgeführt hatte. 7) Aufser dem Schlickdamm 6 ist noch eine nribbe 7 gelegtund der cloppenwaard abgegraben worden. Alles geschah, damit der Strom mehrvor dem Altenwiel vorüber als hinein geleitet wurde. In neuern Zeiten ist unterwoudrichem die nribbe no. 2, aufgeführt, um das concave ufer mit Vorland aus-zufüllen. 8 ) Dieser zweck ist auch gröfstentheils mit der westlich woudrichem an-gehagerten Insel in, erfüllt. Das werk 2 erhielt die starke Krone von 24', welche,so wie die Dossirungen mit steingraufs und Ballaststeinen bedeckt ist. Eine construc-tion, die zu Bauwerken, welche frey in den Strom hinein liegen, in solchen Flüs-sen, wo man nicht groben Grand findet, Nachahmung verdient; insbesondere, wenndie werke dem Angriff des Eises und eines schnellen Stromes ausgesetzt sind. 9 ) Um dieoberhalb Gorckum liegende Sandbank i h fortzujagen, sollte 1777, die an dem Einfluß»der Maas liegende Kribbe 1 auf 100 Ruthen verlängert werden. Ohne zweifei würdediese Verlängerung dem zwecke entsprochen haben. Jetzt ist vor der spitze 3 desMittelwaardes , wo ein Bauwerk hineingelegt ist, um diese spitze zu fixiren, einetiefe Stromrinne erzeugt worden, weil das Bauwerk, bey der Stromspaltung, einenbestimmten widerstand leistete, und des Stromes Geschwindigkeit vermehrte. Wei-ter stromaufwärts hat sich aber eine neue Sandbank e angelegt, io) Ehemals hiengdieser Mittelwaard mit dem ufer vor Gorckum zusammen, und es ist der jenseitigestromarm nur ein erweiterter canal, der einen Hafen abgeben sollte. Wenn mannicht einseitig sein Augenmerk auf Gorckums Nutzen allein richtet, sondern auf denganzen Flufsbezirk, so zeigt es sich gar bald, dafs dieser canal oder Durchstich ei-nen nachtheiligen Einflufs gehabt hat. Die von demselben bewirkte Stromspaltungschwächt a) das vermögen, d. i. die Geschwindigkeit des Stromes, indem sie einenAufstau in der Neigung hervorbringt, b) Erweitert sie das Bett, weil sie den Stromzertheilt, kurz, sie ist die vorzüglichste Veranlassung der Versandungen, welche sichhier gelagert haben; aber, auch zu den Deichbrüchen bey Dalem und Gorckum istsie eine mitwirkende Ursache gewesen (*). Dafs die in neuern Zeiten angelegtenBauwerke 1 . 2. 3. 4, t. 30. sehr zur Vertiefung des Bettes beygetragen haben, des zeugendie Tiefenmessungen, welche nach alle den fein gezogenen Queerlinien z. e. von 1nach 11 , von 2 nach 2 u. s. w. verrichtet sind. Insbesondere wird diese Wirkungsichtbar, wenn man die jetzigen Tiefen mit den auf der cruquiuschen Karte bezeick-neten vergleicht. Alle diese Tiefenmessungen würden wir tabellarisch mittheilen,

( *) Aanmerkingen doox cruquius. Pag, 2,

E e e

tv