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nug erhält, das gelagerte Material von dem Boden Wegzufuhren. Alsdann ist aberauch der rlufsstrom — het afkomende water — wieder so trübe, dafs er eben soviel Material fallen läfst , als er vorher mit fortgenommen hatte. „ ( Hieraus würdefolgen: dafs man das Einströmen der Fluth bey solchen Flüssen, die sich versanden,befördern • müsse, damit der nückwallende - ström — dafs ist das rvasser, welcheseine Bewegung, vermittelst der Fluth nach einer, dem plufsstrom entgegengesetztenRichtung erhält, und den man auch, in Flüssen, den rluthstrom genannt hat —und der plufsstrom eine gröfsere Gewalt erlangen. Doch ich verweise hier auf die Ma-terie, worin ich die Natur der Ebbe - und Fluthströme abgehandelt habe. (S. s. 113. bis12 6 .)“ In Ansehung der Erhöhung der Flufsbetten ist noch zu bemerken: dafs sie imSommer bey weitem nicht so beträglich, als im Winter ist, wo die ströme höher an-schwellen, und also geschwinder fliefsen.“ (JVo der Eisgang die untiefen abßcicht, dieInseln und vfer angreift, und von ihnen das Material forttreibt, da sind starkeEisgänge zwar in vielen Hinsichten schädlich, zur Reinigung der Flufsbetten tragensie aber viel bey. Ausserdem aber beruht die ganze Vorstellung von der Zunahmeder Erhöhung des Bettes darauf: ob der ström so langsam fliefst, dafs er dem mit-geführtem Material Niedersinkung gestattet. Ist diefs, so wird es nöthig seyn, dieBetten einzuengen und gerader zu leiten, um die Geschwindigkeit, so wie die was-sermenge zu vermehren. Diese letztere Maafsregel ist jedoch bey solchen Flüssen,in denen die Fluth eintrömt, nicht anders anzuwenden, als dafs man den unternvlufsbezirk, vorzüglich die Mündungen, zu erweitern suche, damit die Fluth kräf-tiger einströme.) u Die Erhöhung des Bettes ist behaglicher, wenn der Flufs zwischenneichen eingeschlossen in die see geleitet wird, weil alsdann alles Material, das sichsonst auf die benachbarten rändereyen niedersinken würde, in dem Bette selbst ge-halten wird, wobey noch anzumerken ist, dafs die iündereyen hinter den Deichenniedrig bleiben, wenn das Flufsbett sich erhöhet. Aus diesen Grundsätzen läfst sichfolgendes ableiten: a) Ein ström, der trübes Wasser in die see führt, und nichtGeschwindigkeit und Masse genug hat, um den Fluthstrom zu überwinden, mufsnach einer langen Reihe von Jahren nothwendig sein Bett erhöhen, und so neue Mün-dungen in die see hinein bahnen. “ {Dieser zeitpunet wird durch Einschränkung
der mündung und ihre vertheilung in mehrere zeste gar sehr verliürzt.)“ Der Bo-den von der Merwede hat sich, vorzüglich seit den Bedeichungen, erhöht, und mandarf es sich nicht mehr verfielen: dafs die ströme endlich neue Auswege suchen müs-sen.“ (Nicht so wohl ist die Mündung und der untere iheil der holländischen Flüs-se, der Reiche wegen, versandet, sondern seitdem die Merwede den Afterabßufsüber den Biesbosch erhalten hat. Dieser hat die Erhöhung des Bettes und schmcde-rung der Maasmündung bewirkt, und diese verkleinerte Mündung ist dann wiederUrsache der weitern Erhöhung des Bettes geworden. So wird fast immer, bey denFlüssen, dasjenige, was anfänglich Wirkung war, nachher Ursache zu einer zwey-