Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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wogen, dafs der v- Strom die einzige v» 7 asserstrafse von süd- nach Nordholland ist;dafs also von dessen fahrbahrem zustande ein grofser Theil der Wohlfahrt dieserProvinzen abhängt, und dafs über dessen Fahrwasser mit Recht Beschwerden geführtwerden; so wird man es höchst löblich finden, dafs die Academie diesen Gegenstandzu einer Preisfrage gemacht hat. Aus den Tiefenmessungen sieht man , dafs die Tie-fen des yees, ausgenommen in den engsten profilstellen, fast durchgehends 6, 7und 8 rufs unter dem Amsterdamer regel (oder sehr nahe bey ordinairer Fluth) be-tragen. Defswegen ist denn auch das Fahrwasser zwischen spaarndam und dem west-zaandammer overtoom für tiefgehende schiffe nicht anders als während der spring-fluthen fahrbar, welche die Schilfer benutzen müssen, um durch die spaardammer.schleusen ein- oder ausugehen, Die zweyte Unvollkommenheit des Fahrwassers liegtin dessen Enge; wefswegen die schiffe, wenn sie gegen den wind laviren, von demübrigen Raum des Yees, den sie sorgfältig meiden müssen, keinen vortheil haben.Dieser Fehler des nautischen zustandes vom y wird denjenigen nicht befremden, welcherden Veränderungen, die mit dem y- Strom seit dem xiv. Jahrhundert (Eikelenberg ge-stelheit etc.) vorgenommen sind, nachgeht; und die Folgen einer solchen Veränderungsind die wohl mühsam aufzusuchen? Schon coleveld sah diese Folgen in der Mittedes vorigen Jahrhunderts ein, indem er in seinen Bedenkingen over de Droogmaakingvap het Haarlemmer Meir Art. 131 sagte.Die Fluth bringt täglich aus der süderseeviel schlick, besonders in regnigten Zeiten, und am mehrsten bey nordwestlichenstürmen, wodurch der Anwachs (im y) verursacht wird, den man täglich mit Au-gen sehen kann. Diefs letztere wird noch durch eine aufgezeichnete Wahrnehmungbestätigt; in der weihnachtsfluth von 1717 ward nähmlich im y die Aufschlickungzu 6 bis 7 zoll gefunden. Doch wer nur einige rocalkenntnifs hat, wird diese An-schlämmung gröfstentheils der Fluth, aus der südersee kommend , und nur einen ge-ringen Theil dem trüben Wasser, welches durch die Rheinlandschen und Nordhollän-dischen Schleusen entlastet wird, heymessen, zumahl wenn er erwägt, dafs die Fluthlöf und die Ebbe nur 8 stunden geht. Diese Anschlickung ist in der That äüsserstbeträglich, und in 6 bis 7 Jahren einen Fufs hoch im Aussendeichslande. Aus die-sen Ursachen und Wirkungen der Aufschlickung geht also hervor, dafs die Verbes-serung des westlichen Yees in einer schnellem Bewegung des Ebbe - und Fluthstro-mes gesucht werden müsse, wozu wir aber keineswegs die Durchgrabung aus demwyekermeer in die Nordsee, der grofsen Schwierigkeiten und dem geringen Effectewegen, vorzuschlagen wagen Die Auflösung wird also diese seyn:Man ändere die unregelmäßige und weite oberßäche des westlichen \e y es in einenregelmäßigen canal um, und zwar so, daß dessen Profile ein schickliches verhält)niß unter sich erhalten, u

Brünings zeigt nun, dafs die Mündung des westlichen - rees bey der N,es, we-gen der Beengung, nie bis zu einem solchen Grade seichte werden wird, dafs . daraus