so wird auch der, in dem Holze stechende Nagel bald rösten und weggewaschen. Jaich habe (i. J. 1800) an den alten xhorcn der slykenschen schleuse von ostende , wel-che 175Ö eingesetzt waren, gesehen, dafs eine Menge Nägel fehlten. Unter allen Me-tallen möchte sich das zinn noch zum befsten im seewasser halten. Berühren sichaber zwey Metalle im seewasser, so erfolgt die Auflösung des einem sehr schnell. Sodarf sich Eisen und Kupfer nicht darin berühren, wenn das Eisen nicht aufgelöst wer-den soll. An der schleuse von üieppe hat man diese Erfahrung leider gemacht. Auchder jetzige Ingenieur en chef zu Havre (nir. la peyre), hat darüber einen versuchangestellt. Er sagte mir, dafs er Eisen mit Kupfer gefüttert, dieses in eine Buchseverschlossen, in Meerwasser gesetzt, und nach zehn Jahren das Eisen in einem Brey aufgelöst gefunden habe. Wir sehen hieraus, dafs die Ingenieure sich einige Kennt-nifs aus der Chemie erwerben müssen, dafs sie sich solcher Materialien nicht bedienensollten, welche dem Wasser nicht widerstehen können; also alles Holzwerk der Luftund dem wasser entziehen, und sich des Eisens, so wie des Kupfers nicht ohne Nothbedienen dürfen. Endlich kömmt noch zu erwägen, dafs die Holzwände und hölzer-nen HÖfter von den pfahlwürmern durchlöchert werden. Ja! ich habe aus einem pfähl,der in meiner Gegenwart bey Ropta - zyl (t. 55.) an der Friesländischen Küste ausge-zogen wurde, einige pfahlwürmer mitgenommen, und gesehen; dafs die sonst nochfrischen pfähle gänzlich zermalmt waren. Selbst in den Holzwänden über der tägli-chen Ebbe haben sich die pfahlwürmer eingestellt. Da wo nun die pfähle von diesen
Würmern zermalmt sind, brechen sie ab, und werden denn nicht selten, bey sturm-
*
fluthen, gegen den seeuferbau angetrieben, worin sie Löcher machen. Auch hat dieErfahrung bewiesen, dafs die Steinkisten zwischen den pfählen nie' regelmäfsig, unddichte gefüllt werden können, welches auch, der runden Form der steine wegen, sehrbegreiflich ist; dafs die obern steine in den nisten herumgewälzt und herausgeworfenwerden. Diese Steinkisten bedürfen also auch in dieser Hinsicht einer starken Repa-ratur. Die steilen Holzwände verursachen solche fürchterliche Brandungen f. 1. 2. 6.t. 5Ö., die bey den höchsten sturmfluthen, welche allemal bey Nordwestwind, der aufden neich anweht, entstehen — bis auf die Krone des Deiches, ja über dieselbe hin-über brausen, wie diefs die angeführten Figuren zeigen, Bey minder gefährlichenSturmfluthen spritzen die wellen auf die äussere Dossirung. Die Erfahrung hat esauch leider gezeigt, dafs der Erddeich, während den hohen sturmfluthen, von demNiederstürzen derer über das pfahlwerk, nach einer krummen Linie spritzenden wel-len, bis zur Krone hinauf sehr beschädigt worden ist; und an einigen stellen, wodas pfahlwerk am höchsten steht, war bey der sturmfluth von 177Ö die Gefahr fürden Deich zum gröfsten, indem die über das pfahlwerk laufenden wellen, so gewal-tig gegen den Deich bey Ropta - zyl anstürzten, dafs sie über denselben noch hin-brausten , Häuser wegspühlten, und beym Züricher - ort, Fig. 1., die Krone und aus-