Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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von den bisher bekannten Bauwerken entwerfen, die auch zu weitläufig werdendürfte, sondern ich glaube, dafs es zweckmäfsig seyn wird , die Vergleichung derverschiedenen Baumethoden dem Leser selbst zu überlassen, indem ich ihm ja dazudie Data, in der Beschreibung von so manchen Bauwerken, andern xheils in dembereits vorgetragenen gebe. Ich wage es also, hier eine construction, als die zweck-mäßigste, aufzustellen, welche zugleich die einfachste und gewiß auch die wohlfeil-ste ist, wenn nämlich die Dauer, die sie gewährt, in Erwägung gezogen wird.

$. 19. Aus den aufgestellten Forderungen und den Bestimmungen der befsteftForm zu den seeuferbauwerken geht hervor : dafs ein aus pfählen und nolzwändenconstruirtes Bauwerk, jenen nicht entsprechen könne, weil es nach diesen nicht auf-zuführen ist. So kann z. b. die schräge eines pfahies nur die nälfte der Höhe be-tragen, so zermalmt der pfähl wurm,- an der Nordsee bis zum Dollart wie vor den£idi von Venedig , das nolz binnen 25 Jahren; auch das seewasser und die Luft ver-zehren es. Die Bauart mit Rampfählen ist überdem sehr kostbar, und kann siewohl auf Jahrhunderte hinaus allen Zufällen widerstehn? Können die steilen hoIz-werke in jeder Tiefe aufgeführt werden, und den ström sanft ableiten des Wel-lenschlages Gewalt mindern? Wird ein pfahlhöft wohl ein einziges Ganze formiren?Wenden wir uns zu den bloßen Steinversenkungen, so sehen wir: dafs diese Bauartin einem weichen Boden nicht zweckmäßig ist, indem die Steine darin hineinsin-ken , und dann rollen die obern über die untern in die Tiefe und den schlämmhinab. Wie kostbar sind sie überdem nickt, wie selten erlaubt es die Localität siein Ausübung zu bringen ? Die gemauerten Bauwerke, auf Steinschutt gegründet,sind aber zu kostspielig, als daß man sich ihrer in vielen Fällen bedienen könnte,ungeachtet sie die größte Dauer versprechen. Aber zu den Revetlements kann mansich der Ziegelböschung, wo die Ziegelsteine auf den Kopf gesetzt werden, bedie-nen , wie so z. b. des Yssel Deiches Krone unter Gouda und ein Theil von der Dossi-xnmg, mit Ziegelsteinen regelmäßig gepflastert ist. Eine solche ziegelböschung hat auchHr. woltmann t. 48 auf nlay gesetzt, und ich habe sie nach einem sturm fast garnicht beschädigt gefunden. Was sollen wir nun von den Kegeln zu Cherbourg sa-gen? doch davon bey Gelegenheit der Analyse der dortigen werke. Von den Fasclii-nenwerken kann man sich aber einen guten Erfolg versprechen, wenn sie hinläng-lich mit steingraus, oder mit Kiesel und großen steinen bedeckt sind. Also mufsder Faschinenbau mit dem steinbau verbunden werden. Einen solchen Bau kannman mit Hülfe der sinkstücke nach zweckmäßigen Formen und in jeder Tiefe auf-führen , auch hat die Erfahrung für seine großen Vorzüge entschieden, wie wirnoch oft zu zeigen Gelegenheit finden. Es wird demnach nöthig seyn, zu sehen,wie man sich seiner bedienen könne l) zu solchen Bauwerken, die auf dem stran-de oder den watten, das ist, die zu keiner sonderlichen Tiefe gelegt werden. 2) Wieman mit ihn die Meerdämme, nöfter oder Molen und Hafenwände in großer Tiefe erbaue.

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