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Noorderhoofd, des riuthstromes Angriff scliwächen. Zu demselben könnten die steine,von den kleinen werken iv und v genommen werden, weil diese entbehrlich gemachtwürden. Fügte man alsdann noch an die nördliche Seite des nöftes vn einen Flügel,dessen Richtung auf die Spitze des Kaaphoofds gienge, der etwa 2 5 Ruthen lang wäre;so würde selbst das Kaaphoofd von dem Fluthstrom bey weitem nicht mehr so vielals jetzt zu leiden haben. Gewifs würde auf diese weise der Strand sehr verbessertwerden, zumahl da schon zu dessen Erhöhung und Erweiterung die bestehenden wer-ke so viel beygetragen haben.
-Solche glückliche Wirkung darf man sich ‘aber vor dem ufer längs dem Heldernicht versprechen, denn da liegt der Strom und die riefe; daher denn auch die Ver-sinkungen bey d, F und M, im Jahr 71 und 74 erfolgt, wo der Deichflufs in die Tiefehinab rutschte; daher die Annäherung des Stromes, den die Linien g m und h l zei-gen; daher die große Zunahme der riefe, die am Helderhoofd von 1774 bis 17Q8,zwanzig rufs beträgt. Erinnert sich nun der Leser an die Wichtigkeit dieses ufersdie wir vorne aufgestellt haben: so wird er gewifs vermuthen, dafs man diesen saugeschickten Männern anvertraut haben werde, und in dieser vermuthung hat er sichdenn auch nicht betrogen. Der Inspector Berger, ein geschickter Praktiker, hat meh-rere Verbesserungen eingeführt; ihm ist wieder ein geschickter Nachfolger in demInspector peereboom gegeben worden. Jener sah zu seiner zeit den Ruin von denalten pfahlwerken (ein solches lag auch bey hik) (*), und von den HÖftern, die inder Mitte eine pfahlwand hatten; er verliefs also diese Bauart gänzlich, baute mit sink-stücken und bus eh - steinwerkert, liefs die pfahlwand in den werken i. ii. m. iv. v. l.etwas abnehmen, und deckte die Seiten mit Buschwerke, mit ziegelgraus und grofsenSteinen. Der steindossirung längs dem seedeiche wurde eine Abdachung wie l : 8gegeben. Auf den raschinenlagern ist eine zwey schuh dicke Lage ziegelgrausund auf dieser sind grofse Norweger steine, von denen die Last (5Ö00 ft) 14 fl. ko-stet , gekommen. Die Hafenwand (wierhoofd genannt) hat gleichfalls seewärts einenFiifs von einer steindossirung; ihr oberer Theil ist aber von wier (aieergras) l6 rufshoch über die ordinäre Fluth aufgesetzt, und ihre innere Seite besteht, wegen demAnlegen der schiffe, aus einer pfahlwand. Wie vortheilhaft flache nossirungen undwie nachtheilig steile und hervorstehende uferecken sind, hat die Erfahrung auch hierbewiesen; denn nachdem jene construirt waren, und dem ufer eine regelmäfsige La-ge gegeben war, verminderten sich auch die widerströme. Man sehe den Berichtdes Inspectors noeveren vom 30. August 1774. Ja, die vortrefflichkeit der sinkstückeund des Busch - Steinbaues ist hier recht bestätigt worden, und der Bau mit einemSteinwurf hat zugleich, bey diesem Local, allen credit in Holland verloren, denn dererund lief unter ihm fort, und so stürzte der obere Theil nach.
(*) Da wo auf t. 47. beym Eingänge des Hafens Kieupendiep Ftrdronken Hoofd stellt, hat auch ein pfähl-hoft gelegen , und cs ist sehr wahrscheinlich, dafs bis zu diesem das ufer reichte.