517
ooederede haben; dafs diese und die Deiche an der Maasmündung * einige in Nordhol-land, und die ohne hohe pfahlwände den wellen widerstehen, dafs die Deiche bey Muy-den an der südersee; im oldenburgischen und bey Rizebiittel, keine so starke Dossi-rung, als die Fünftheil s - Deiche haben, und dafs sie dennoch den Brandungen derSee widerstand leisten; erwägt man endlich, dafs die Fünftheils - Deiche aus ziemlichguter Deich erde gemacht sind, insbesondere der Binnendyks : so ist es einleuchtend,dafs die Dossirung, welche sich zur Hohe, wie 4:1. oder wie 5:1. verhält, flachgenug ist, wenn die pfahlwände eingehen, um das Aufrollen der wellen zu vertragen.
Meine Vorschläge zur construction der Bauwerke längs und vor den friefsischenSeedeichen bestehen darin : Da die Holzwände bey hohen sturmfluthen nachtheiligsind, so müssen sie alle bis zu derjenigen Linie, nach welcher das vorufer ablaufensoll, das ist (t. 56. f. 1.), zwischen 4 und 1, oder f. 7. von i, nach b abgekappt wer-den. Die in der pfahlkiste liegenden steine sind zu dem Revettement b a zu benutzen,welches letztere jetzt nur bis c geht. An den gefährlichsten stellen wird diefs Re-vettement bis 2 Fufs über die tägliche Fluth von b nach a (f. 7.), an andern nur biszur täglichen Fluth-Hohe, denn bis zu derselben erhalten sich, wie die Erfahrunglehrt, gute Erddeiche noch grün, ja auch noch ein paar Fufs darunter. Im erstenFalle, wo diefs Revettement zwey Fufs über die ordinäre Fluth geht, wird es gutseyn, bey a eine l|rufs hohe planke horizontal auf die hohe Kante einzusenken, weilsich die steine nicht hinlänglich mit der Erde verbinden lassen. Die Methode hatman sich auch auf der Insel wieringen (f. 3.) mit vortheil bedient. Eine solche steindeckekann 2 bis 2§ Fufs dick seyn. Alle grofsen Ballaststeine müssen, von der täglichenEbbehöhe an, regelmäfsig auf den ziegelgraus gelagert, und in demselben hineinge-TÜttelt seyn. Die Zwischenräume müssen mit kleinen steinen und ziegelgraus ausge-stopft werden. Auch der Fufs des Revettements 4. 6. (f. l.), dessen Abdachung sich zurHöhe wie 2:1, wie 3:1, wie 4 zu 1 verhält, je nachdem die Tiefe grofs, der Stromnahe, oder der Nordwest- Wellenschlag darauf mufs gerichtet ist, eine Böschung erhalten.Ist die Tiefe sehr beträchtlich, etwa 15 bis 20 Fufs unter die tägliche Fluthhöhe, sokönnen dazu sinkstücke gelegt werden, auf welchen man ziegelgraus und Ballaststei-ne schüttet. Dafs diese Eaumethode zweckmäfsig ist, beweisen nicht nur die Deicheam Helder (t. 47.); auf der Insel wieringen (t. 56.); sondern auch die Buschsteinhöfterbey s’Gravesande; am meuwendiep (t. 49-) und bey retten.
Den Nachtheil, welchen die jetzigen hohen hölzernen nöfter, vor Friesland, hervor-bringen, ist bereits ins nicht gesetzt. Man verlasse also diejenigen, welche nicht zweckmäs-sig sind. Hierüber wird der Ingenieur urtheilen können , wenn er eine genaue hydro-technische Karte, von der südersee, längs den Fünftheils -Deichen, vor sich hat. Da.der Ebbe - und Fluthstrom auch mit dieser seewehre ziemlich parallel läuft, so diirf-_ ten die nöfter perpendiculär auf die Richtung des Deiches, oder auch auf die Wasser-linie der Ebbe stehen müssen. Also Buschstein- nojter müssen es seyn> die mit ih-