Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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bcy dem schnellen Fahren, welches die Holländer liehen, gefährlich ist, auf eine Ne-benberme, wie das Deichprofil no. 4. t. 36 zeigt, anlegte, und die Dossirungen ab-' fl achte, auch den Deich gleichförmig erhöhete, so würde man eine vollkommene Si-cherheit für Nordholland erhalten, ohne zu grofse Kosten, Zur Krone konnte dannderjenige Theil gelassen werden, welcher jezt fast aus einem künstlichen Estrichbesteht. In der Mitte der Krone hebt man nämlich auf eine Breite von 6 bis 8 Fufsdie Erde lf Fufs tief aus, und füllt diesen Raum mit ziegelgraus, oder dem Schuttealter Mauern aus, Diese Masse fährt sich beym Regenwetter so fest zusammen, als einEstrich. Es verdient also diese Methode an allen Deichen, welche zugleich wegesind, wo die Deicheasse es bestreiten, und man des Mauerschuttes habhaft werdenkann, eingeführt zu werden. Wenigstens sollte man eine ähnliche Ausfüllung mitKalclisteinen, plufskiesel oder Grand, oder mit seemuscheln, wo sie im ueberflufs amStrande liegen, bewerkstelligen. Doch ich breche diese Materie ab, weil davon beymDeichbau dos weitere vorkommt.'

§. 41. Der seeuferbau an dem groningschen seeufer, vorzüglich am mdlart(Tab. 5Ö. und 57.) ist, insbesondere zwischen Delfzyl und dem Dollart (*) , wo er ausnolzwerken, an denen grofse Steine geschüttet sind, besteht, merkwürdig. In derKarte (Tab. 57.) sieht der Leser nun wieder eine Menge nöfter, die bald nach dieser,bald nach jener Richtung liegen. Dieselben bestehen (Tab. 56. Fig. 12.) aus einemspannwerk, worin die schoorpfähle c a, die Mittelpfahl wand b unterstützen, undWelche auf 10 bis 12 rufs Entfernung angebracht sind. Dieses spannwerk ist mit gros-sen steinen bedeckt. So sind auch die Meerdämme vor Delfzyl constrnirt. AndereHÖfter bestehen wieder aus einem spannwerk, wie es in Fig. 13. gezeichnet ist, des-sen seiten-Ansicht, stellt Fig. 15. dar. Mehrere HÖfter sind nur landwärts, mittelstschoorpfählen, alle 12 rufs, unterstützt, und diefs nennt man ein schoorwerk. Nochandere HÖfter sind so construirt, wie es das Queerprofil (Fig. 16.) zeigt. An einigenstellen steht, vor dem Deiche, in einiger Entfernung, eine pfahlwand a (Fig. 17.), diemit einer Gurtung versehen ist, vor und hinter welcher wand steine geschüttet sind.An andern Deichstrecken läuft ein Holzwerk parallel mit dem Deiche, an dessen zehefort, wie Fig. 1 1 zeigt. In diesem Durchschnitt ist die Mittelpfahlwand b, welchenoch zur Unterstützung eine zweyte pfahlwand d hat. c ist die nolbe, worin die er-stere eingelassen ist; über dieser vereinigen sich zwey schoorpfähle f g. Vor diesesHolz werk liegen noch wohl grofse und kleine steine. Ja vor das Kap - nheyde amDollart (toü. 57.) sind sogar parallel gehende pfahlwände eingerammt, die axis idst-werk, oder einer pfahlreiche mit Gurtungen, bestehen. Auch sind die davor liegen-den nöfter mit steinen gedeckt (**).

£*) Der Dollart war ehemals festes rand, ausser dafs die Ems dadureli Hofs, eine Sturmfluth hat ihn ver*

Schillingen »

(**) Die nöfter Hegen ein paar rufs über die tägliche rluth. Die Seedeiche aber 18 rufs. Das Intervall

der rlutli und Ebbe ist etwa 8 rufs»