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Diese Reyder Landspitze ist ein fester punct, den man erhalten mufs, um dieAnscklickungen längs dem südlichen ufer des Dollarts zu befördern, indem er im Dol-lart die wogen mäfsigt, und den Fluthstrom retardirt. Ferner befördert diese Land-spitze des Fahrwassers Tiefe in der Einsmündung, weil sie ihre Profile schmälert. Wahr-lich hier hat man dem hölzernen nöfterbau und den Holzwänden grofse summen geopfert (*).Hier wäre es recht leicht: mit einigen Buschhöftern allen zwecken zu entsprechen, da dieAnschlickungen so erwünscht erfolgen, wovon die an dem Dollart, im verflossenenJahrhundert eingedeichten rolder, Beweise sind.
Von dem Hafen vor Delfzyl mufs ich noch bemerken, dafs er bey der Ebbe fasttrocken läuft, dessen Figur ist auf der Karte (Tab. 57-) angegeben.
§. 42. Den Bau an dem südlichen vfer der scheldemündung , rlissingen ge-genüber (Tab. 5Q-), zähle ich defswegen zum seeuferbau, weil er den Ebbe - undFluthstrom der Nordsee und den der scheide ablenken soll, auch viel von hohen sturm-fluthen zu leiden hat. Er verdient angeführt zu werden, da er Dasjenige bestätigt,was ich von der Figur und Höhe der Seeuferbauwerke festsetzte. Wir sehen nämlich:wie die niedrig liegenden Buschhöfter 1. 1. 1., welche an der wurzel nur etwa dreyschuh über die tägliche Ebbe hervorragen, nicht die mindeste Aufschlickung erzeugthaben, und das watt nicht conserviren ; dafs aber die höher liegenden HÖfter 3. 4.schon das vvatt erhalten, aber dennoch keine Erhöhung desselben bewirken, denn sieliegen noch mit ihrer Wurzel drey Fufs unter der täglichen rluth. Jene liegen alsonach der, aus der Erfahrung (s. 4Ö4.) abgeleiteten Regel (weil hier die tägliche Fluth12 Fufs steigt) eilf schuh, diese hingegen fünf schuh zu niedrig. Die kleinern pfahl-höfter 2. 2. bestehen aus einer Reihe pfähle f Nro. ir. an denen ein horizontal liegen-des «jueerholz oder eine Gurtung d mittelst eines spliesbolzens angenagelt ist. Zu beydenseiten dieser tannenen pfahlreihe, in welcher sich die Rundpfähle, jedoch nicht berüh-ren, liegt ein Buschsteinwerk. Die grofsen HÖfter no. iii. bestehen aus zwey pfahl-reihen gf, welche durch einen Buschsteinbau gehen, und mittels Queerbänder h un-tereinanderbefestigt sind. In allem sind es ein und zwanzig HÖfter, welche das Seeufer,und den Deich, dessen profil in no. iv. dargestellt ist, und der eine 12 schuh breiteund schräge Krone hat, beschützen sollen. Dieser Deich ist bis vier schuh über dietägliche Fluth hinauf (bis n) mit Stroh bekrampt (**). Er liegt etwa l6 Fufs überdie ordinäre Fluth. Vor der strohbekrampung liegt noch eine Buschberme bis Im,zwischen diesen ihren Verzäunungen sind hin und wieder steine geworfen, OestlichBreskens liegen noch vor dem Dünen - strande zwölf oder dreyzehn HÖfter. Diefs ist
(*) Ich habe tannene pfähle gesehen, die hier, vom pfahlwurm zermalmt waren, ob sie gleich mir ISJahre gestanden hatten.
(**) Dii Strohbekrampung sollt e nie Kd'ntr , als bis zur ordinären Fluth hinauf gehen , wenn die See nicht Mu-scheln und Sind aufwirft, worunter das Gras nicht fortk'ömmt; auch wächst ja das Gras, unter dieser Be.hrampung hervor. Warum folgt man also nicht lieber der Natur und sorgt für eine gute orünschwar-ta, welche allen Strohbeirampungen vorzuzielieu ist ?
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