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den Deich hinan Trollen, weil er allen seestürmen aus Nordwesten, blofsgestellt ist. Die-ser seedeich liegt zwischen dem Norder-und süderstrande, welches DÜncn sind, diesich 50 bis 100 rufs über das niedrige Meer erheben, und die mit Helm bepflanztsind (*). Verursachen die Brandungen in der Deichsdossirung oder in dem Norder-strande Einwühlung, wie solche zwischen den HÖftern no. 35. und 39. entstandensind, so wird in denselben eine pachberme, welche man mit steinen beschwert, ge-iegt. Entsteht aber nur eine Abschälung der Klaylage auf der Deichsdossirung, so wirdeine oder ein paar Lagen Busch aufgepackt, die untern werden mit wippen befestigt.Ueber die oberste Lage werden Latten gedeckt, längs welchen man kleine spickpfähleeinsetzt; durch deren Kopf wird ein Queerhölzchen, über die Latten hin, geschlagen.Auf diese weise erhält man eine ebene Oberfläche, die yon den Verzäunungen nichterhalten werden kann, und die wellen laufen auf dieselbe sanft auf. Da solche Vor-kehrungen nur Nothbehelfe sind, so können sie auch mit wenig Kostenaufwand wiederweggenommen werden. Wenn der sturm vorüber ist, werden die Einwühlungen re-gelmäfsig mit Klay gefüllt, und die Oberfläche mit Stroh bekrampt.
Die ivestcappelschen mit steinen gefüllten pfahlhöfter, 61 an der zahl, sindnach einer kostspieligen Methode gebauet. Es sind zweyerley Arten; die grofsenwerden pfahlhöfter, und die kleinen staketwerke genannt. Von jenen ist ein Theiides Grundrisses in pig. 1. rab. 57 . und das profil f. 2. gezeichnet; diese sind im pro-fil in f. 3. dargestellt. Die Queerpfähle stehen auf acht Fufs Abstand. Die Seiten-pfähle sind 10 bis 12 zoll stark, 26 rufs lang, und stehen Q bis 10 Fufs in denGrund. Die Gurtungen sind an diesen mit eisernen spliefsbolzen befestigt; bey klei-nen HÖftern auch wohl nur an dem fünften pfähl und an den übrigen mit hölzernenNägeln, welches auch dauerhafter ist als mit eisernen. Ich übergehe die Dimensio-nen, weil alles nach dem Maafsstabe gezeichnet ist, und ich bemerke, dafs allesHolzwerk Tannen ist; dafs auf dem strande eine Euschberme gelegt wird , wodurchman die pfähle treibt, und alsdann die HÖfter mit steinen von 25 bis 150 pfund schwerausfüllt. Da wo längs ein solches nöft, die aufrollenden wellen eine Auswühlungverursachen, wird eine Buschbermc gelegt, und steine darauf wie Fig. 2. zeigt. Je-des HÖft besteht aus drey Reihen pfähle. Auf die laufende Ruthe des Werkes 40pfähle gerechnet. An der Spitze liegen die HÖfter sechs schuh über die tägliche Eb-be und an der Wurzel 6 bis 8 rufs über die tägliche Fluth, Hier endigen sie sichmit einem schmalen itistwerk, zwischen welchem und dem nöft eine oeffnung von vierFufs , zum Durchgehen, gelassen ist. Vor ihnen hin liegt ein grofser steinwall oder „•Steinböschung, bis auf eine riefe von 10 Fufs beym niedrigen Meer, welche an derWurzel, da wo sie an das pfahlhöft anschliefst, zwey Fufs über die tägliche Ebbeliegt. Sie sichert die HÖfter gegen unterwaschung; und trägt also zu ihrer Erhal-
C) Ueber die veiUnderung dieser Dünen v/ird jährlich ein Rapport abgestattet, So haben die Horder Dü-nen im Jahr I799 zwey Schuh breit abgenommen.